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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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420 U^ckAl-A^rum ox^äulatum ni^rum

Das Quecksilberoxydul hat in früheren Zeiten unter mehrfacher GestaltAnwendung gefunden, wozu man auch, jedoch mit Unrecht, die verschiede-nen Arten Xetniop» rechnete. Das Quecksilber wurde hierzu so lange mitZucker (Hetlüop3 »aeonariNuz) oder mit Krebssteinen (^etniop» 2>r»I>8»-tu«) gerieben, bis in dem grauen Pulver keine Quecksilberkügelchen mehrzu sehen waren. Quecksilber und Mimosenschleim geben den IVIßi-eui-iu«^lmino8u«. Man nannte dergleichen Operationen das Tobten des Queck-silbers (Lxtinctio 8. lnortitieutlo ll^ärai'^ri). Es war dieses aberkeine Oxydulation des Quecksilbers, sondern letzteres wurde nur in so unge-mein kleine Kügelchen vertheilt, die durch die Zwischenlagerung der frem-den Stoffe von einander gehalten werden, sonst aber nicht verändert wor-den sind, und nach Entfernung der fremden Theilchen sich wieder zu laufen-dem Quecksilber vereinigen. Wirkliche Quecksilberoxydulpräparate aber waren:Black's grauer Quecksilberiiiederschlag <Mereiiriu8 oinereu« LIacKii)salpetersaure Quecksilberoxydulauflösung mit kohlensaurem Ammoniak völligniedergeschlagen; Saunders's Quecksilberpröcipitat (Mercuriu» pr»e-eipiwtu» 8°lunäei-i) 1 Th. Kalomel mit 4 Th. Aetzammoniak einigeStunden lang geschüttelt; endlich Moscati's Quecksilberniederschlag(Melouriu» ^r°lßoiuit»tu» ^l««<:»ri) Kalomel mit ätzender Kalilaugegeschüttelt. Alle diese verschiedenen Zubereitungen wurden verdrängt, alsH ahnemann im Jahr 1785 die Darstellung eines andern Quecksilber-oxyduls lehrte, das er auflösliches Quecksilber nannte. Sein Verfahren be-stand in der Darstellung eines salpctersauren Quecksilbcroxyduls durch Be-handeln des metallischen Quecksilbers mit mäßig starker Salpetersäure unterAbhaltung aller äußern Wärme, Auflösung des durch Krystallisircn erhalte-nen Salzes in einer hinreichenden Menge destillirten Wassers, und behut-samen Zusetzen von Aetzammoniakflüssigkeit, so lange der Niederschlag nochschwarz war. Diese Vorschrift bemühten sich die Chemiker zu verbessern,um weniger Verlust zu erleiden, und eine reichere Ausbeute zu erhalten.Schulze wandte äußere Wärme an, und suchte die Quecksilberauflösungdadurch auf der niedrigeren Oxydationsstufe zu erhalten, daß diese stets mitmetallischem Quecksilber in Berührung blieb. Bucholz gab endlich im I.1810 eine hierauf begründete Vorschrift, die lange Zeit allgemein befolgtworden ist. Diese Vorschrift war folgende: Man setze 2 Unzen reine Sal-petersäure von 1,230 spec. Gew. mit 24 Unzen reinem Quecksilber in Be-rührung und stelle das Ganze auf mäßig erwärmten Sand, der allmäligetwas mehr erwärmt werden muß. Wird kein Salpetergas mehr entwickelt,hat als« die Ginwirkung aufgehört, so lasse man alles noch einige Zeit mä-ßig bis fast ans Sieden erhitzt mit einander bis zu bem Zeitpunkte in Be-rührung, wo sich das Quecksilber nicht merklich mehr vermindert. Hieraufbringe man das Ganze durch ferneres Erhitzen, am besten zuletzt, in eineporcellanene Schale ausgegossen, unter anhaltendem Umrühren, zur Trockne.Das sich jetzt noch ausscheidende Quecksilber wird gegen 2 Drachmen be-tragen, wenn während der Arbeit sich kein gelber Salpeterturpeth gebildet