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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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406 H^llrarß^ruin niuriaticum corrosivuni

auch in 3 Th. kalten Aethers auf. Die Auflöslichkeit in Alkohol und Aetherwird nach Karls (Poggendorff's Annalen 1827. 8. S. 608.) durch 3»-"satz von Campher sehr vermehrt. Werden diese Auflösungen in offener Luftabgedampft, so enthalten die Dämpfe eine kleine Quantität des Salzes,und nehmen einen eigenen scharfen Geruch an. Dieses Salz wird wederdurch Schwefelsäure noch Salpetersäure oder eine andere Sauerstoffsaurezersetzt; von Salpetersäure wird es leichter als von Waffer aufgelöst, aberes schießt bei dem Erkalten oder durch Abdampfen wieder daraus an. Auchvon Chlorwasserstoffsäure wird es leichter als von Wasser aufgelöst. EinKubikzoll kochend heiße concentrirte Chlorwasserstoffsäure löst, nach JohnDavy, gegen 1000 Gran Quecksilberchlorid auf, und erstarrt bei dem Er-kalten zu einer festen krystallinischen Masse von perlmutterartigem Glänze,aber von einer so gelinden Wärme, wie die der Hand, wird sie wiederflüssig. Der Luft ausgesetzt, verwittert sie, verliert den Ueberschuß vonSäure, und hinterläßt nur ein neutrales Satz. Sie wird auch durch dieDestillation zersetzt. Diese Verbindung scheint also nach Berzelius einsaures Salz zu seyn, welches jedoch noch eine nähere Untersuchung verdient.Die Auflösungen des Sublimats de« unmittelbaren Einwirkung des Son-nenlichts ausgesetzt, setzen nach einiger Zeit CHIorür ab, und die Auflösungwird sauer. Von brennbaren Körpern, z. B. Gummi, Zucker, Ertracten,Oelen, Fetten, Harzen, Alkohol und vielen andern organischen Stoffen, wirdes langsam zersetzt, wobei das Chlorid zu Chlorür reducirt wird, und die-ses geschieht besonders leicht, wenn es vom Sonnenlichte getroffen wird.Aetzende Alkalien, Kalk- und Barytwasscr, auch Magnesia, schlagen aus denAuflösungen ein gelbes oder pomeranzenfarbenes Quecksilberoryd nieder, dassich erst in dem Momente der Zersetzung bildet; Actzammoniak giebt einenweißen Niederschlag (siehe N^rÄi^-rum llmmoniatu-muriilticum). Schwe-felwasserstoffgas bewirkt in geringerer Menge eine Reduction zu Chlorür,in größerer Menge bildet es Schwefelquecksilber und Chlorwasserstoffsäure.Mit metallischem Kupfer in Berührung gebracht, wird Quecksilberchlorür(Kalomel), nicht metallisches Quecksilber, gefällt, indem das Kupfer demQuecksilberchlorid 1 At. Chlor entzieht. Der Quecksilbersublimat (der al-tern Ansicht zufolge salzsaures Quecksilberoryd) ist eine Verbindung von 1At. Quecksilber mit 1 Doppelatom Chlor, Quecksilberchlorid, welches zu demQuecksiiberchlorür (Kalomel) sich eben so verhalt, wie das Quecksilberorydzu dem Quecksilberoxydul. Seine stöchiometrische Bezeichnung und Zahl ist^„^1 -^ 1708,472; das Verhaltniß seiner Bestandtheile ist hiernach be-rechnet Quecksilber 74,08, Chlor 2S,92, so daß, wenn nichts verloren ginge,von 12 Unzen Quecksilber 16,19 Unzen Sublimat erhalten werden müßten.Flach einer Analyse von Strömen er besteht der Sublimat aus 80,58Quecksilberoryd und 19,42 hypothetisch trockner Salzsäure.

Ueber die bereits erwähnte Zersetzbarkeit des Sublimats findet manVersuche von John Davy in Trommsd. N. I. X. 1. 1825. M. 188,aus denen hervorgeht, daß gepulverter Sublimat für sich von dem Sonnen-