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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
Entstehung
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405
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Fonn verschieden ist. Die überstehende Flüssigkeit wirb bei mäßiger Wärmeweiter abgedampft, und liefert durch fernere Kystallisation noch eine be<trächttiche Menge dieses Quecksilbersalzes; die endlich zurückbleibende nichtkrystallisirbare Flüssigkeit enthält Salpetersaure, Salzsäure und noch etwasaufgelöstes ätzendes Quecksilber.

Wenn zu dem aufgelösten Quecksilberoxydsalze ChlorwasserstoMure ge>tröpfelt wird, so treten der Sauerstoff des Oxyds und der Wasserstoff derSäure zu Wasser, Quecksilber und Chlor zu Chlorquecksilber zusammen.Die ersten Niederschlage, die sich zeigen, rühren von einem Antheile Oxy»dulsalze her, durch welches nun so viel Chlor frei gemacht wird, daß einfachChlorquecksilber, Kalomel, gebildet wird, welches, als eine unauflöslicheVerbindung, einen weißen Niederschlag bildet. Fährt man mit dem Zu«setzen der ChlorwasserstoMure fort, so wird durch die freigewordene Salpe»tersäure aus der Chlorwasserstoffsäure Chlor frei gemacht (vergl. Heiäumnitrico-mui'iatlcliin), und das einfach« Chlorquecksilber zu doppelt Chlor«quecksilber, Kalomel zu Sublimat. Bei dem Quecksilberoxydsalze erfolgtsogleich eine vollkommene Zersetzung; durch den Sauerstoff desselben wird soviel Chlorwasserstoffsäure gegenseitig, zersetzt, daß das frei werdende Chlormit dem Quecksilber die dem Quecksilberoxyde entsprechende Verbindungsstufe,d. h. das Quecksilberchlorid, darstellt. Enthält also das salvetersaure Queck-silber kein Oxydul, so wird auch kein Kalomel gebildet. Der dennoch sicheinfindende Niederschlag ist nach Karsten basisches salpetersaures Quecksil»beroxyd, welches Salz aber durch mehr zugesetzte Säure in der dadurchfrei werdenden Salpetersäure sehr bald sich wieder auflöst, und dann inSublimat verwandelt wird. Nach Sefström's Angabe erhält man das»selbe Präparat, wenn eine kochende, concentrirte Auflösung von salpeter-saurem Quecksilberoxydul mit concentrirter ChlorwasserstoMure, so langesich etwas niederschlägt, versetzt wird, und man eine gleiche QuantitätChlorwasserstoMure, wie die zum Niederschlage angewandte, zusetzt, unddas Gemenge ins Kochen kommen'läßt. Der Niederschlag (Kalomel) löstsich allmälig wieder auf, und aus der erkalteten Auflösung schießt das Chlo-rid in schönen Krystallen an. Dieses wird ferner erhallen, wenn manQuecksilberoxyd unmittelbar in ChlorwasserstoMure auflöst, wobei der Sau-erstoff des Oxyds und der Wasserstoff der Säure zu Wasser, Quecksilberund Chlor zu Quecksilberchlorid zusammentreten.

Der ätzende Quecksilbersublimat stellt eine schwere, weiße durchscheinendeMasse dar. Aus seiner. Auflösung in Wasser krystallisirt er in weißen na-delförmigcn oder plattgedrückten vierseitigen Prismen, die sich an der Luftnicht verändern. Er besitzt einen äußerst widrigen, herben metallischen Ge-schmack, und wirkt schon in kleiner Gabe als ein heftiges Gift, weshalbman auch bei dem Zerreiben desselben sich sehr vor dem aufsteigenden Staubein Acht nehme» muß. Er schmilzt bei einer höheren Temperatur, geräthins Kochen und verflüchtigt sich Er löst sich in 16 LH. kalten und in 3Th. kochenden, Wassers, und in 2z Th. kalten und 1^ kochenden Alkohol«,