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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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404 Üx^lll-Allum muiiaticum corrozivuw

ten werden. Sollte das Vltriolöl nicht das gehörige specisische Gewicht ha»den, so muß die Menge nach Verhältnis! vermehrt werden. Das erhalteneschwefelsaure Quecksilberoryd ist ein neutrales Salz, welches aber in aufge»löster Form nicht bestehen kann. Mit Wasser übergössen wird es-in einsaures Salz, das sich auflöst, und in ein basisches, welches unaufgelöstbleibt, zerlegt. Das in Wasser aufgelöste saure Salz kann durch Nerdam-pfen des Wassers in weißen nadeiförmigen Krystallen erhalten werden. Dieseziehen Feuchtigkeit aus der Luft an, und werden aus einer concentrirtenAuflösung niedergeschlagen, wenn man concentrirte Säure zugießt. Dasneutrale Salz widersteht anfangs der Einwirkung des Wassers, aber wennsie zusammen digerirt werden, so findet die Zersetzung vollständig statt, undes bleibt ein reines Drittel schwefelsaures Quecksilberoryd von einer schönencitronengclben. Farbe zurück. Man nannte es ehemals l'urpetkum mine-rale, wegen der Ähnlichkeit, die man in seinen medicinischen Wirkungenmit der Wurzel einer in vorigen Zeiten ofstcinellen Pflanze, ^onvolvulu»lurpetnum, zu finden glaubte. Das basische Salz ist im Wasser nichtvöllig unauflöslich.

Wenn l At. neutrales schwefelsaures Quecksilberoxyd, lix 6(^1866,987)mit 1 At. Natriumchlorid, 5^1 (— 733,547) in wechselseitige Berüh-rung gebracht weiden, (durch welche Zahlen zugleich das «rfoderliche Ver-hältniß beider Stoffe angegeben ist), so erfolgt unter Mitwirkung der Wärmeeine gegenseitige Zersetzung der Salze, ein Austausch ihrer Bestandtheil«,und es entstehen 1 At. 5l8 ^- 892,062 (Glaubersalz) und 1 At. ÜZ^I---> 1708,472 (Quecksilbersublimat), d. h., die Schwefelsäure aus dem schwe-felsauren Quccksilberoxyde steht in einem stärkern elektrischen Gegensatz?, hateine größere chemische Verwandtschaft zum Natron, dessen metallisches Ra»bical ihr im Natriumchlorid entgegentritt, als zum Quecksilberoxyde; damitnun dieser Verwandtschaft genügt werden könne, entzieht das Natrium demQuecksilberoxyde den Sauerstoff, wird zu Natron rmd verbindet sich init derSchwefelsäure zu schwefelsaurem Natron, einem feuerbeständigen Salze, wel-ches daher auf dem Boden des Kolbens zurückbleibt, dagegen geht nun dasreducirte Quecksilber mit dem DoppelatV Chlor leicht ein« Verbindung ein,bildet Quecksilberchlorid, welches, als ein in der Hitze fluchtiges Salz, sub-limirt wird, und sich an dem ober« Theile der Kugel des Glaskolbensansetzt.

Die Bildung des ätzenden Quecksilberchlorids erfolgt auch nach West-rumb's Methode durch folgendes Verfahren. In eine völlig reine heißbereitete salpetersaure Quecksilberoxydaustösung wird reine Cylorwasserstoff-siure eingetröpfelt. Es entsteht im Anfange ein weißer Niederschlag, wel-cher sich durch mehr zugesetzte Chlorwasserstoffs««« wieder auflöst. DieseAuflösung wird nun in einem gläsernen Geschirre an einen kalten Ort ge-stellt, es schießt ein Salz in langen spießigen biegsamen Krystallen an, wel-ches von dem durch Sublimation erhaltenen Salze nur in seiner äußern