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noch die ctwam'ge Feuchtigkeit, entfernt dann den Kessel vom Feuer, läßtdie Masse etwas stalten, nimnit sie dann spatekveise heraus, malaxirt sie,und rollt sie zu Stangen aus.
Die Pflasterdiloung ist erst in neuerer Zeit durch die Arbeiten C h e-vreul's über die Saponisication aufgeklät't worden; beide beruhen aufglei-che« Grundsätzen: sowie bei den Seifen durch die Alkalien die Fette inSäuren eigenthümlicher Art umgewandelt werden, so erfolgt dieselbe Um-wandlung der Fette bei den Pflastern durch die alkalische Rcaction der Blei-oxyde ; der Oelstoff und Talgstoff der Fette wird hier wie dort in Oel- undTalgsaure umgewandelt, so daß man die Nleipflaster als aus öl- und austalgsaurem Bleioxyde bestehend anzusehen hat, wobei die etwa an das Blei-oxyd gebundene Kohlensäure ausgetrieben wird, und gasförmig entweicht.Zugleich erzeugt sich ,eiu< besondere süße Materie, welche Scheele zuerstwahrgenommen hat, und die daher jetzt noch den Namen Scheele'schcs Süßführt. Einige Chemiker nehmen zwar diese Materie als schon in den Fet-ten vorhanden an, indessen ist es wohl höchst wahrscheinlich, daß sie ersterzeugt werde. Man erhält diese Materie, wenn man das frisch bereiteteBleipstaster mit Wasser auskocht, und die Abkochung verdunsten läßt; esbleibt eine geringe Menge einer dicken syrupahnlichen Substanz zurück^ wel-che kein Blei enthalt, wenn das Fett nicht ranzig war, und wenn sie blei-haltig ist, so kann man das Blei durch Schwefelwasserstoffgas leicht ent-fernen. Die süße Substanz bleibt stets flüssig, und geht mit Hefe versetztnicht in die geistige Gährung über; sie stellt also einen nicht gab rungsfahi-gen Zucker dar.
Daß das Wasser zur Pflasterbildmig nothwendig scy, ist, wie obenerwähnt, durch Zeise dargethan worden; wir können also auch jetzt mitGewißheit behaupten, daß sich die Wirkung des Wassers nicht darairf be-schränke, der zu großen Erhitzung der Mischung vorzubeugen, sondern daßdie Wirkung auch chemisch fty, und daß hier dasselbe erfolge, was nachSaussure bei der Nerseifung geschieht, daß nämlich ein Theil Wasserzersetzt werde, und der Sauerstoff desselben die Oel- und'die Talgsäüre,der Wasserstoff aber das Scheele'sche Süß ans dem Fette bilde, daher denndie beiden Säuren mehr Sauerstoff und weniger Kohlenstoff als das unver-seifte Fett enthalten, daher denn auch die Oelsäure, die Talgsäure und dasScheele'sche Süß zusammengenommen mehr wiegen, als das Fett, durchdessen Verseifung sie entstanden sind. Ob aller Wasserstoff aus dem Wasserzur Bildung des Scheele'sche« Süß verbraucht werde, oder ob ein Theil gas-förmig entweiche, darüber werden vielleicht spätere Versuche entscheiden, indenen die bei der Pflüsterbildmig entweichenden Luftblasen einer Untersuchungunterworfen werden.
Das Bleiweißpflaster, welches nach der altern Vorschrift allein ausBleiweiß und Oel bereitet wurde, enthält wahrscheinlich, den oben angege-benen Verhältnissen der Bleioxyde zu dem Olivenöle zufolge, deren großeVerschiedenheit bis jetzt unerklärt' ist, noch unverändertes Bleiweiß. Es ist