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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Mischung bis auf 100 ° R, zu erhitzen, und mit einem Thermometer oftdie Temperatur der Pflastermasse zu prüfen. Man erhält bei diesem Tem-peraturgrade die Mischung einige Zeit, unter Hinzugießen kleiner MengenWassers, und wenn die Mischung sich zu verandern und dickflüssiger zuwerden anfangt, so steigert man, unter bisweiligem Zugießen von etwasWasser, die Hitze bei dem Lmpl-igtruin l^itn-u^ri simpIex bis auf 105"R. Sollte nun bei der nämlichen Intensität des Feuers das Thermometernoch mehr steigen, so ist dies immer ein sicheres Zeichen, daß es an Wasserfehlt. Man muß alsdann, wenn es selbst bis 110 " gestiegen seyn sollte,den Kessel vom Feuer nehmen, erst etwas abkühlen lassen, bevor man aufsneue Wasser hinzusetzt. Bei Bereitung des Bleiweißpflasters fand Zeise,daß man die Hitze bei diesem Pflaster nur 4 — 6 ° R. steigern, und dieMischung unter Zusatz von sehr wenigem Wasser möglichst dem 11« ° naheerhalten könne, und er erklart diesen Erfolg durch die größere specifischeSchwere der Masse, die durch einen größeren Druck dem Verdampfen deszugesetzten Wassers kräftiger widersteht. Bei einem verhältnißmäßig sehrgeringen Verbrauche an Brennmaterial ist die Pflasterbildung in N bis 2Stunden völlig beendigt. Wird aber zu viel und zu häufig Wasser zuge-setzt, so wird sehr viel Warme verbraucht, um das Wasser wieder in gas-förmigem Zustande fortzuschaffen, hiedurch sinkt zugleich die Temperatur derMischung unter denjenigen Grad, bei welchem die Pflasterbildung am ge-schwindesten erfolgt, und die Arbeit,daucrt mehrere Stunden. Der Ge-brauch des Thermometers beim Pstasterkochen, den Zeise gelehrt hat, isthienach von unbezweifeltem Nutzen, und um den Gebrauch desselben zu er-leichtern, darf man nur, nach Zeise, in dem zum Rühren der Pflaster-masse ein für allemal bestimmten hölzernen Spatel eine ganz durchgehendeRuthe zur Aufnahme der Thermomcterröhr« schneiden, und nun die eben-falls etwas eingelassene Kugel des Thermometers an dem untern Ende desSpatels durch eine kleine metallene durchbrochene Bedeckung gegen das Ze»stoßen sicher stellen, und die Scale, von der man nur die Grade von 80bis 120 bedarf, am besten auf Elfenbein auf dem Spatel neben der Ther-mometerröhre selbst befestigen. Durch diese Vorrichtung wird man den je-desmaligen Wärmegrad der Mischung sehr leicht wahrnehmen können, wennman den Spatel nur etwas perpendiculär gegen das Licht in die Höhe halt.Ist die Operation dem Ende nahe, und das Vleioryd beinahe aufgelöst,so bilden sich in der kochenden Masse große Blasen, und es zeigt sich eincigenthümlicher Pflastergcruch; das heiße Wasser bildet nun beim Herunter-fließen vom Spatel eine zusammenhängende zähe Masse, nicht einzelneTropfen, Läßt man etwas davon in kaltes Waffer oder auf «inen kaltenStein tropfen, so zeigt es sich fest, und läßt sich zwischen den nassen Hän-den kneten ohne sie abzuschmutzen oder anzukleben. Sollte das Pflaster dochetwas grau geworden seyn, so läßt sich dieses einigermaßen dadurch verbeflfern, daß man etwas viel Wasser zusetzt und unter heftigem Umrühren dasPflaster einige Zeit stark kocht. Man verdampft nun in sehr gelinder Hitze