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Es hat bieses Pflaster eine gute Consistenz, läßt sich gut aufstreichenund haftet. Das bei dem vorigen Pflaster Angeführte gilt auch hier.
Dmj)l38trum <üeru882e. Bleiweißpflaster.(Lmplii8tiuin »Ibum coctum.)
Nimm: aufs feinste pulverisirte Bleiglatte ein Pfund,, Baumöl vier und ein halb Pfund.Unter fortdauerndem Umrühren werden sie gekocht, wobei mannach und nach eine mäßige Menge warmen gemeinen Was-sers hineintröpfelt, damit nicht Feuchtigkeit fehle. Nach der Auf-lösung der Bleiglätte setze hinzu
gepulvertes Bleiweiß sieben Pfund.Koche unter Zusatz von Wasser, bis es ein Pflaster wird.
Es sey weiß, zähe und mit völlig verbundenem Bleiweiße.
Schon die Alten haben aus den fetten Stoffen und Bleioiyden Pfla«ster be«itet. Die Bereitungsart aber war sehr umständlich und langwierig,auch blieb der Vorgang bei der Pflasterbildung bis auf die neuesten ZeitenUnbekannt.
Zur Bereitung der Bleipsiaster wendet man die Bleiglitte, das Blei»weiß, auch wohl das Minium an, und es kommt stets auf ein richtiges Ver-haltniß des Bleiorydes zu dem fetten Stoffe an. Bei dem Olivenöle rech-net man auf einen Theil desselben zwei Theile Bleiweiß, auf einen TheilBleiglätte aber zwei Theile Oel, und auf einen Theil Mennige zwei undeinen halben Theil Oel. Das Verfahren bei Bereitung der Bleiplaster istfolgendes. In einem geräumigen (damit nämlich die beim Kochen starkaufschäumende Masse nicht übersteige) kupfernen Kessel mit glattem rundenBoden wird das Oel bis zum Sieden erhitzt, dann das aufs feinste gepul-verte Bleioryd allmälig hineingeschüttet, wobei man mit einem breiten höl-zernen Spatel unausgesetzt rührt, damit nicht das Bleioryd sich auf denBoden des Kessel« festsetze. Dieses Erhitzen de5 Bleiorydes mit dem Fetteohne Zusatz von Wasser befördert zwar bedeutend die Pflasterbildung, dochdarf es nicht zu lange fortgesetzt werden, auch muß die Hitze nur mäßigseyn, weil sonst das Pflaster eine graubraune Farbe annin». t Auch ge-lingt ohne Wasserzusatz die Psiasterbildung nicht, wie Zeise (Beiträge zurNutzanwendung der Wasserdämpfe 1826. S. 68., und daraus im Berl.Jahrb. XXVIIl. 2. S. 167.) durch sehr lehrreiche Versuche nachgewiesenhat; ohne Wasserzusatz erfolgte die Auflösung des Bleioxydes nicht, sonderndieses blieb größtentheils unaufgelöst. Durch diese Versuche ist ferner nach--^ gewiesen, daß bei Bereitung des Pflasters die Temperatur bedeutend steigt,sobald kein Wasser mehr in der Mischung enthalten ist. Zeise empfiehltdaher, den fünften oder sechsten Theil der Gewichtsmasse der vorschriftsmä-ßigen Menge Bleioryd und Oel warmes Wasser zur Seite zu stellen, die
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