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Dieses Wasser hat cüiei, scharfen Geruch und Geschmack, von dem flüch-tigen, scharfen und schweren Löffelkrautöle (1. Th. S. 318.> herrührend.Der Dunst erregt Thranen der Augen, und auf der Haut bewirkt es Rötheund Entzündung. Dieses Wasser ist aber sehr dein Verderben unterworfen,und da es nur aus dem frischen Kraute bereitet werden kann, so wird esauch nur wahrend eines kleinen Theilcs des Jahres augewendet werden kön-nen, wenn man nicht das nicht unähnliche Wasser, über zwei Pfund Neer-rettig zehn Pfund abgezogen, substituiren will.
^ H^u» caerulea. Blaues Wasser.
Nimm: Kalkwasser ein halbes Pfund,
Destillirtes Wasser vier Pfund.Mische und setze hinzu:
g e rein ig tessalzsaur es Ammoniak zwei Drach-men, ^,«<)N!V'll!! 5 l.!N»^
Kupferfeile eine Drachme.Lasse es zwölf Stunden hindurch stehen. Dann filtrire.Es sey von blauer Farbe und klar.
Das Blauwasser wurde nach sehr verschiedenen Vorschriften bereitet;so wurde krystallisirtes essigsaures Kupferoryd mit Aetzammoniak zersetzt,und durch mehr zugesetztes Ammoniak das ausgeschiedene Kupferoxyd aufge-löst; man ließ eine Auflösung von Salmiak in Kalkwasser in einem kupfer-nen Kessel s« lange stehen, bis sie sich blau gefärbt hatte u. s. w. Diehier ertheilte Vorschrift giebt ein mehr gleichförmiges Präparat, wenn dasKalkwasser von der gehörigen Stärke ist. Dieses wirkt nämlich auf denSalmiak zerfetzend ein (vergl. Ammonium inuriHticum Hez>ura,tu,n), unddas frei gewordene Ammoniak löst nur Kupfer auf, und die blaue Farbedieser Auflösung theilt der ganzen Mischung diese Farbe mit. Es ist ein-leuchtend, daß, sowie durch sorgloses Aufbewahren oder durch öfteres Oeff--nen der Flasche das Ammoniak Gelegenheit findet zu entweichen, auch dasKupferornd in Form des Hydrats'sich ausscheidet, und das Wasser feineblaue Farbe verliert; durch einen vorsichtigen Zusatz von Aetzammoniak wirddas ausgeschiedene Kupferoiydyydrat wieder aufgelöst und dem Wasser dieblaue Farbe wiedergegeben werden. Es wird nur äußerlich angewandt.
^ua 6e8tillata. Destillirtes Wasser.
Nimm: Brunnenwasser drei Theile.Es werden zwei The.ile abdestillilt, mit Verwerfunq des zuerstübergehenden kleinen Theiles.
Ehe man das Wasser der Destillation zur Bereitung des destilliitenWassers unterwirft, ist es nicht unzweckmäßig, dasselbe erst aufzukochen,