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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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um das in dem Wasser enthaltene kohlensaure Gas zu verjagen. Bleibtdieses nämlich in dem Wasser, so enthält das zuerst übergehende Destillatviel kohlensaures Gas, auch wohl mit demselben mitübergerisftne Kalktheil-chen. Nimmt man Flußwasser, so ist diese Verunreinigung röeniger zu be-sorgen. Auch enthält' das gewöhnliche Brunnenwasser fast immer etwassalzsaure Talkerde, und man muß, um die Salzsaure fest zurückzuhalten,dem Wasser etwas Pottasche zusetzen, weil ohne diese das Wasser salzsäurc-haltig wird, so daß viele Chemiker, die diese Vorsicht versäumten, geglaubthaben, man könne durch Destillation kein von dieser Säure vollkommen freiesWaffer erhalten. Man pflegt das übergehende Waffer so lange wegzuschüt-ten, bis es sich mit dem Bleiessig ohne Trübung mischen läßt; dann erstwird es zum Gebrauch aufgefangen.

Man bereitet das destillirte Wasser in den gewöhnlichen großen Destil-livgcrathen mit kupfernen und dergleichen Helm und Kühlröhre, in welchenauch die Ratification des Weingeistes vorgenommen wird. Hierdurch kannaber eine Verunreinigung des destillirten Wassers herbeigeführt werden.Bleibt nämlich etwas vom Weingeist« in der Kühlröhre zurück, so wird sichderselbe beim Zutritt der Luft säuern, es entsteht Essigsäure, und durch dieauflösende Wirkung derselben auf das Kupfer essigsaures Kupferoryd, welchesvon dem durchrinnendcn destillirten Wasser aufgelöst wird, und dieses nunkupftrhaltig macht. Daher wird ein solches destillirtes Wasser blau, wenn«s nach einer gelinden Abdunstung mit Ammoniak gemischt wird, auch be-kömmt es beim Mengen mit Schwefelwasserstoffwasser eine braunliche Farbe.Dies kann von einer durch andere reagirende Mittel nicht zu entdeckendengeringen Menge Kupfer herrühren. Außer diesem Kupfergehalt kann aberdas Wasser auch noch unzersttztcn Weingeist enthalten, der sich dann allmä-lig zerlegt, und wovon nach einigen Wochen das Waffer trübe wird, undeinen schlammigen Bodensatz absetzt. Zu ganz genauen chemischen Versuchenmuß das Wasser in Wetallgefäßcn destillirt und in einer zinnernen Kühl-röhre verdichtet werden. Die Kühlgeräthschaft muß entweder von reinemZinn oder von stark verzinntem Kupfer seyn. Sie darf keine Löthung vonZinn oder Blei haben, weil sonst das Wasser immer zinn- oder bleihaltig'wird. Glasgefäße eignen sich hierzu weniger gut, weil das Glas in demRetortenhalse, wo sich die Dämpfe condensiren, gewöhnlich angegriffen wird,und man ein unreines Waffer bekommt.

Die Destillation muß nur so weit fortgesetzt werden, daß noch ^ vondem Inhalt der Blase zurückbleibt, weil sonst das Destillat einen etwasbrenzligen Geschmack erhält, besonders bei zu starker Feuerung; der Ge-schmack eines solchen Wassers ist dem von aufgethauten Schneewasser nichtunähnlich.

Ein gutes destillirtes Wasser muß völlig klar und unschmackhaft seyn,auch gegen alle Reagentien sich indifferent verhalten, also weder von Pott-asche noch von Kleesalz, salzsaurem Baryt, Kalkwasser u. s. w. getrübtwerde».