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2 (1857)
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969
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Um reines Zink zu gewinnen unterwirft man es einer nochmaligenDestillation aus irdenen Retorten, wobei das zuerst übergehende Drittel,welches Kadmium und Arsen enthält, verworfen wird. Man muss beider Destillation darauf Acht haben, dass der Retortenschnabel sich nichtverstopfe. Ein ganz reines Zink erhält man durch Destillation einesGemisches aus reinem Zinkoxyd und Kohle. Die Manier, das rohe Zinkeine halbe Stunde geschmolzen zu erhalten und ihm während dieser Zeitunter Umrühren mit einem hölzernen Stabe einige Zusätze von Schwe-fel und Talg zu machen, liefert ein gereinigtes, aber kein reines Zink.Durch mehrmalige Wiederholung dieser Operation lässt es sich jedocharsen - und antimonfrei machen. Der Schwefel verwandelt die verun-reinigenden Metalle in Schwefelmetalle, welche abgenommen werdenkönnen. Das Talg verhindert die Oxydation des Zinkes.

Zineum praeparatum, feinzertheiltes Zink (der Homöopathen), gewinntman nach Küntzel dadurch, dass man eine neutrale und gesättigte Chlor-zinklösung in ein Becherglas giesst, eine Menge reiner Zinkstäbchenhineinstellt, dann behutsam Wasser darübergiesst. Das sich in Warzenmetallisch ablagernde Zink wird mit Weingeist abgewaschen und getrocknet.Eigenschaften. Das Zink ist ein weisses glänzendes Metall miteinem Stich ins Bläuliche, spröde und auf dem Bruche krystallinischblätterig. Es krystallisirt in sechsseitigen Säulen. Es lässt sich schwie-rig feilen und in Stangen gegossen knistert es beim Biegen. Gegosse-nes Zink hat ein spec. Gew. von 6,9, gehämmertes oder gewalztes von7,2. Das reine Zink lässt sich schon bei gewöhnlicher Temperatur zuBlech aushämmern, das unreine ist dagegen spröde, aber bei 100 bis150° C. hämmerbar und wird auch bei dieser Temperatur in den Zink-werken zu Blech ausgewalzt. Bei 200° C. wird das Zink wieder spröde,so dass es sich zu Pulver zerstossen lässt. Bei 412° C. schmilzt es. Inder Rothglühhitze verdampft es. An der Luft verbrennt der Dampf mitmit weisser Flamme zu Zinkoxyd (Mores Zinci, Lana phüosophica) Auchdas geschmolzene glühende Zink verbrennt an der Luft zu Zinkoxyd.Bei gewöhnlicher Temperatur überzieht sich das Zink an der Luft miteiner dünnen Suboxydschicht, welche das darunter befindliche Metallvor weiterer Oxydation schützt. Unter Wasser überzieht es sich gleich-falls mit Suboxyd. In verdünnter Chlorwasserstoffsäure und verdünn-ter Schwefelsäure löst es sich unter Wasserstoffentwickelung. Mit Eisenin Berührung schützt es dieses vor Oxydation durch chemische Mittel.Es fällt Blei Kupfer Kadmium Arsen etc. aus ihren Lösungen. Alkaliengreifen das Zink an.

Prüfung auf Reinheit. Da beim Auflösen des Zinks inSäuren, wenn das Zink im Ueberschusse vorhanden ist, dieverunreinigenden Metalle wie Blei Kupfer Kadmium etc. un-gelöst bleiben, Arsen mit Wasserstoff in Verbindung entweicht,so genügt in vielen Fällen auch das käufliche rohe Zink zurDarstellung pharmaceutischer Präparate. Bleibt beim Auflösendes Zinks in verdünnter Salpetersäure ein weisser Rückstand,welcher mit Soda vor dem Löthrohre dehnbare Metallkörner