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2 (1857)
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nen verloren geht. Der Geschmack ist schleimig dumpfig zu-sammenziehend, hintennach etwas bitterlich. Im Januar undFebruar sammelt man die jungen Aeste der Mistel ein, trocknetsie bei gelinder Wärme und verwandelt sie in Pulver, welchesin Glasflaschen aufbewahrt wird.

Zincuni.

Zinc; Spelter; Spiauter, Zink.

Plft. llaillb. Das Zink enthält Eisen, oft auch Kupfer. Dasweisseste ist vorzuziehen.

Ph. Bor.. Ilnuit.. Nax., Nl. Mols.

Das Zink ist schon den Chinesen und Ostindiern seit denältesten Zeiten bekannt gewesen. Aus dem Galmei, einemZinkerze, bereiteten die alten Griechen durch Zusammenschmel-zen mit Kupfer Messing. Den Namen Zink hat Paracelsus ein-geführt. In der Natur kommt das Zink nicht im gediegenenZnstande vor, wohl aber häufig vererzt als Galmei (Zinkspath,kohlensaures Zinkoxyd, ZnO,C0 2 ); ferner mit Kieselsäure ver-bunden (Zinkglaserz) und als Zinkblende (Schwefelzink, ZnS).

In Deutschland wird das Zink hüttenmännisch bei Aachen, Stollberg,Herbesthal, Iserlohn, zu Raibel und Bleiberg in Kärnthen und zu Tar-nowilz in Schlesien dargestellt. Da das Zink bei der Temperatur, beiwelcher es aus seinem Oxyde abgeschieden wird, Dampfform annimmt,so haben die Oefen oder Gefässe, in welchen die Reduktion der Zink-erze stattfindet, besondere Vorrichtungen. In England geschieht dieReduktion in dicht lutirten Tiegeln, durch deren Boden eine eiserne Röhregeht, welche mit ihrem unteren Ende behufs der Verdichtung derZinkdämpfe in ein Gefäss mit Wasser mündet. In Deutschland wen-det man Retorten oder Muffeln an. Die Muffel hat an ihrer vorderenSeite eine irdene Röhre, in welcher sich die Zinkdämpfe verdichten undin ein untergestelltes Gefäss mit Walser abtröpfeln. Neuerdings kon-struirt man Hochöfen, ähnlich den Eisenhochöfen, welche an der Gichtmit einem Deckel verschlossen, gegen die Mitte ihrer Höhe verengtund daselbst mit 4 eisernen offenen Kanälen versehen sind. Die Zink,dämpfe werden in diesen Kanälen verdichtet und fliessen nach Aussenab Die Abkühlung der Kanäle geschieht in der Art mit Wasser, wiewir sie beim Guttling'schen Kühler kennen gelernt haben.

Zinkoxyderze werden durch Kohle reducirt, Schwefelzinkerze aberdurch Röstung in schwefelsaures Zinkoxyd verwandelt und dann mitKalk und Kohle eingeschmolzen. Das Zink schmelzt man zu Platten,walzt es auch zu Blech aus und bringt es in dieser Form in den Han-del Es ist dies aber kein reines Zink und enthält gemeinlich ArsenAntimon Zinn Blei Kupfer Nikel Eisen Kohle. Das Oslindische Zink istweniger unrein.