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2 (1857)
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sicherer echt beziehen können. So hat die Oestreichische Phar-makopoe den Malaga recipirt, während ihre Verfasser bei ihrerArbeit den unvergleichlichen schönen echten und billigerenUngarwein tranken. So ist es, oft sieht man den Wald vorBäumen nicht. Die Südweine sind reicher an Weingeist unddaher dauerhafter. Dies ist wohl der Grund, warum sie vonden Pharmakopoen aufgenommen sind.

Die häufigsten und gewöhnlichen Bestandteile der Weine sind Trau-benzucker Schleim Eiweiss Extraktivstoff Farbston" Gerbstoff AepfelsäureWeinsäure Buttersäure, oft frei oder an Kali und Kalkerde gebunden,dann schwefelsaure, chlorwasserstoffsaure Kali-, Natron-, Kalkerde-,Talkerde- und Thonerde-Salze, Riechstoffe (Bouquet), Oenanthäther. DerWeingeistgehalt in Maassprocenten beträgt ungefähr bei den Rhein-weinen 10 bis 15, bei den Französischen Weinen 12 bis 16, beiden Spanischen Weinen 16 bis 20, bei den Portugiesischen Wei-nen 16 bis 18. Der Weingeist ist hier als höchstrektificirter in Anschlaggebracht.

Französische Weine sind z. B. Burgunder, Bordeaux, Roussillon,Languedok.

Rheinweine sind z. B. Rüdesheimer, Markebrunner, Geisenheimer,Hattenheimer, Nierensteiner, Bodenheimer. Rothe Rheinweine sindAsmanshäuser, Niederingelheimer, Lahnsteiner.

Spanische Weine sind z. B. Malaga, Madeira, Malvasier, Alikantwein,Pedro Ximenes.

Portugiesischer Wein, welcher zu uns kommt, ist der Portwein, ge-meinlich mit Weingeist versetzt und mit Rathanha gefärbt.

Bei der Prüfung der Weine auf schädliche Beimischungen hat mansein Augenmerk auf Metalle, besonders Blei zu richten. Hierbei hat manaber wohl zu beachten, dass einige Weine mit Schwefelammon sichdunkler färben. Eine andere Verunreinigung ist Alaun, dessen Bestand-theile allerdings in den Weinen in geringer Menge von Natur aus ver-treten sind.

Vitium aromaticiim.

B*3l. Sl. Hol*. Eine Uns. Species aromalkae wird mit %ehnUnz. Rothwein eine Stunde digerirt. Die ausgepressteKulatur soll acht Unz. betragen.

Vitium camphoratum,

J.*li. 55oi'. Kam f er und Gummiarabikum, von jedem zweiDrachm., werden gepulvert unter allmühligem Zusatz voneinem Pfd weissem Franzwein innig gemischt. Es solleine trübe weissliche Flüssigkeit sein.

Diese Mischung wird nicht gebraucht. Sie bildet beimlängeren Stehen einen starken Bodensatz, wesshalb sie vordem etwaigen Dispensiren umzuschütteln ist.