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2 (1857)
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961
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einer porcellanenen Schale mit 2 bis 3 Pfd destill. Wasserso oft ausgekocht, als eine herausgenommene Probe durchAetznatron lauge eine Füllung giebt.

Die aus diesen Kochungen gewonnenen Flüssigkeiten wer-den durch Abdampfen im Wasserbade bis auf 5 bis 6 Pfdeingeengt, nach dem Erkalten fillrirt und mit soviel Aetzna-tron lauge versetzt, als noch dadurch eine Füllung geschieht.Den Niederschlag sammelt man in einem Filter, wäscht ihndarin sorgfältig mit destill. Wasser ab und trocknet ihn zu-erst an der Luft, hernach bei einer Wärme von 35° O. völ-lig aus.

Den trocknen Niederschlag vermischt man atudann miteiner gleichen Menge grpulv. Knochenkohle und macerirtihn unter bisweiligem Umschülteln einige Zeit mit der 6fa-chen Menge Aether. Nach dem Abgiessen der Flüssigkeitwiederholt man mit dem Rückstände die Maceration unterVerwendung von halb so viel Aether. Von den so gewon-nenen und filtrirlen Flüssigkeiten wird durch Destillation derAether abgezogen und der bleibende Rückstand bei gelinderWärme ausgetrocknet. Je eine Unze der zurückbleibendenMasse löst man in zwölf Unz. destill. Wasser, welchemvier Drachmen verdünnte Schwefeisäur e zugesetzt sind,filtrirt und setzt tinter Umrühren soviel Aetzammonflüs-sigkeit hinzu, bis dasselbe vorwaltet. Den dadurch ent-standenen Niederschlag sammelt man nun in einem Filter,wäscht ihn mit destill. Wasser ab, trocknet ihn an einemlauwarmen Orte, macht ihn mit grosser Umsicht zu einemPulver und bewahrt ihn in verschlossenen Gefässen vorsich-tig auf. Es soll ein weisses Pulver sein, welches in derWärme zu einer harzähnlichen Masse schmilzt, beim Glü-hen völlig verbrennt, in Wasser kaum löslich, in höchst-rektif. Weingeist leicht, in Aether schwieriger löslich istund ein heftiges Niesen erregt.I*ll. Hit llll»., JSI. Ilols. Es ist ein Präparat chemischerFabriken. Es ist ein weissliches geruchloses, aber heftigesNiesen erregendes , äusserst brennend scharf schmeckendes,bei 90° R. schmelzendes, in Weingeist leicht, in Aetherschwerer, in Wasser kaum lösliches Pulver. Mit den Säu-ren bildet es'sehr scharfe lösliche Salze. Mit konc. Schwe-felsäure wird es intensivgelb, dann blutrolh und endlich vio-lett gefärbt. Verdünnte Schwefelsäure löst es in der Kälteschwer , in der Wärme leicht auf. Mit konc. Salpetersäureerzeugt es eine rollte, dann gelbe Färbung. In starker Hitzeverbrennt es mit leuchtender Farbe. Die hinterbleibendeKohle verbrennt auf einem Plalinbleche ohne Aschenrückstand.

Das Veratrin wurde zuerst und gleichzeitig von Meissner,Pelletier und Carentou entdeckt. Man findet es in dem Saba-Hager. Kommentar Bd. II. 61