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2 (1857)
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hindern, sollen sie häufig von den Indianern mit Oel bestri-chen werden.

Die Vanille bildet spannlange, einige Linien dicke oderbreite, gerade oder wenig gekrümmte, cylindrische oder etwasbreit gedrückte, an den Enden verschmälerte, der Länge nachrunzlig gefurchte, röthlichbraune, oft schwach glänzende undfettig anzufühlende biegsame 3klappige schotenähnliche Früchte.Aussen sind sie mitunter mit nadeiförmigen Krystallchen be-säet, welche nach Bieg sich wie ein Stearopten verhalten. ImInnern ist die Frucht mit kleinen schwarzbraunen oder roth-braunen runden glänzenden angenehm benzoeartig riechendenKörnern, dem Samen, angefüllt. Der Geschmack ist angenehmgewürzhaft, schwach sauer.

Im Handel kommen mehrere Sorten vor, von welchen diemit Krystallen besetzte, die sogenannte bereifte oder kry-stallisirte Vanille (Vanille du Leg) als die beste gilt. Ge-ringer ist die Vanille ohne Krystallanflug (Simaronavanille).Zu den schlechtesten (mageren) Sorten gehören Vanillon, La-guaira-, Pompona- und die Brasilianische Vanille. Verwerflichsind die Schoten, aus denen das Samenmark schon theilweiseentfernt ist und solche, welche in Folge des Aufbewabrens aneinem feuchten Orte beschimmelt sind oder dumpfig riechen.Auch hüte man sich vor sehr ausgetrockneten oder schlechten inOel eingeweichten oder mit fremden Stoffen gefüllten Schoten.

Die Vanille wird in weissblechenen Gefässen bewahrt.

Das Vanillenpulver bereitet man durch Reiben und Ver-mischen von 1 Th. des Markes der Vanillenschote mit 3 Th.Milchzucker.

Die Bestandteile sind nach Buchholz Extraktivstoff, fettes Oel, Harz,Benzoesäure. Der flüchtige, den Geruch bedingende Bestandtheil istnoch nicht isolirt und so gut wie unbekannt.

Vcratriiiuin.

Veratrium, Veratria; Veralrine; Veratrin.Ph. Hör. Zehn Pfd gröblich gepulv. Sabadillsamen wer-den mit 30 Pfd Weingeist und einer halben Uns. rek-tif. Schwefelsäure übergössen und einige Stunden bis»um gelinden Aufwallen digerirt. Nach dem Erhallen wirdabgegossen, der Rückstand stark ausgepresst und dann nochzweimal mit einer Mischung aus 10 Pfd Weingeist unddrei Drachm. Schwefelsäure in ähnlicher Art digerirt.Von den gewonnenen Tinkturen wird der Weingeist im Was-serbade abdestillirf, der Rückstand herausgenommen vnd in