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Der Rand solcher Kuchen ist aber sehr häufig mehroder weniger zerrissen und giebt den Trochisken keingutes Ansehen. Aus diesem Grunde drückt man jetztdie zu einer Kugel geformte Masse in einem Blech-cylinder (6) aus Weissblech breit. Damit aber dieMasse nicht an Blechcylinder, Stempel und Unterlageanklebe, ist ein vorheriges Konspergiren nie zu ver-gessen. Der Stempel (a), welcher aus irgend einemharten Holze besteht, muss in seinem Umfange sichdem Blechcylinder nur so weit anschliessen, dass beidem Stoss desselben in den Cylinder der Austritt derLuft nach Oben leicht möglich bleibt. Diese Art derBereitung von Trochisken findet natürlich nur in denFällen eine praktische Anwendung , wo wenige Tro-chisken oder Pastillen zu formen sind. Bei grossenMengen rollt man die Masse mittelst eines Nudelrol-lers (Nudelholzes) auf einem konspergirten Breite breit.Damit die Dicke der Massenschicht durchweg die-selbe bleibe, sind an der Seite des Brettes zwei Lei-sten angebracht, welche dem weiteren Drucke des Nudelrollers widerstehen. Die breitgerollte Masse wild auf der Oberfläche konspergirtund nun mittelst Blechcylinder (6) ausgestochen. Sind die Blechcylin-der oberhalb zugleich um ein Geringes weiter, so stösst man nicht erstdie abgestochene Pastille mit dem Stempel a heraus, sondern fährt mitdem Ausstechen hintereinander fort, bis sich der Cylinder bis oben ge-füllt hat. Für die Fälle, in welchen man Pastillen von bestimmter Grösseoder gewissem Massengehalte abzustechen hat, hält man sich mehrereBlechcylinderchen von verschiedener Weite, oder mit anderen Worten,einen Satz Blechcylinder vorräthig und sucht durch einige Proben denCylinder heraus, welcher gerade die bestimmte Gewichtsmasse absticht.Die fertigen Pastillen werden auf einem konspergirten Teller auseinan-dergelegt und bei einer lauen Wärme getrocknet. Enthalten sie Zuckerund erwarten sie eine längere Aufbewahrung, so sind sie auch sehr slarkauszutrocknen und in gläsernen, am besten in blechernen Gefässen auf-zubewahren. Sie werden nämlich sehr leicht feucht und weich. AlsBindemittel der Pastillen gebraucht man gemeinlich Traganthschleim,Amylumkleister, Altheeschleim etc., man nehme aber nicht zuviel davon,wenn anders die Pastillen nicht zu hart werden sollen. Die Härte einergetrockneten Pastille darf nur den Grad erreichen, dass sich diese leichtzwischen den Zähnen zerdrücken lässt. In Sonderheit sei man mit demZusätze von Traganthschleim vorsichtig. Durchschnittlich genügen 5Gran Traganthpulver auf 1 Unze Masse. Gefärbte Pastillen konspergirt man,wenn nicht anderes bestimmt ist, mit Lykopodium, weisse mit ausge-trocknetem und zerriebenem Stärkemehl oder einer Mischung aus Stär-kemehl und Milchzucker.
Zu Trochisci s. Paslilli laxantes contra Vermes, abführendeWurmkuchen, hat man verschiedene Vorschriften. Folgende ist vielim Gebrauch. Santonin, Calomel, Magnesia carb aa 90 Gran, Racahout