704
filtrirt, bei gelinder Wärme zur Pillenmassenkonsistenz ab-gedampft und in einem gut verstopften Gefasse aufbewahrt.Sie sei von grünlich brauner Farbe.Pll. HY. Hol*, giebt eine ähnliche Vorschrift, bestimmt aberkein Gewichfsverhältniss.
Die Guajakseife ist genau betrachtet keine Seife, sonderneine harzsaure Kaliverbindung. Sie wird wenig gebraucht unddaher nur in kleinen Quantitäten vorräthig gehalten. Zu ihrerDarstellung ist eine von kohlensaurem Kali freie dünne (9 pro-centige) Aetzkalilauge von 1,105 spec. Gew. erforderlich, wel-che man sich leicht hierzu in kurzer Zeit in einer porcellanenenSchale über der Weingeistflamme herstellen kann. Die Lösungdes Harzes bewirkt man in einem Medicinglase oder Kölbchen.Die Guajakseife muss gehörig konsistent, grünlichbraun sein,Geschmack und Geruch des Guajakharzes haben, nicht zu al-kalisch schmecken und mit destill. Wasser eine klare grün-braune Lösung geben.
Sapo jalapinus. '
Jalapenseife.
Pll. II Ol*. Resina Jalapae und Sapo medicatus, von jedem 's w e iUnz: t werden in gelinder D igestionswärme in vier Unz.oder der erforderlichen Menge rektif. W eingeigt erweichtund im Dampfbade unter beständigem Umrühren zur Pillen-massenkonsistenz abgedampft, so dass das gan%e Gewichtvier und eine halbe Unze beträgt. Die Jalapenseife sollbranngrau und in höchstrektif. Weingeist löslich sein.
Pll. Ililiul».. IlilllH.. Sa\.. Hl. Hol«., lassen das Ja-lapenharz und die Seife in dem Weingeiste lösen und dannabdampfen.
Dieses Präparat stellt man bei Verwendung reiner Mate-rialien schnell dar, wenn man gleiche Th. zu Pulver zerriebe-nes Jalapenharz, gepulv. medicinische Seife und alkoholisirtenWeingeist in einem porcellanenen Kasseroi mischt und unterUmrühren und gelinder Erwärmung über einer kleinen Wein-geistflamme zu der geforderten derben Extraktkonsistenz ein-dampft. Mit Weingeist giebt die Jalapenseife eine klare, mitWasser aber eine anfangs trübe, beim Stehen Jalapenharz aus-scheidende Lösung. Daher eignet sie sich nur als Bestand-theil von Pillenmassen.