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2 (1857)
Entstehung
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702
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auch durch Zumischung von fremdartigen Stoffen , wie Eisenvitriol,Braunroth etc. hervorgerufen. Elain - oder Schälseife wird durchVerseifung der Oleinsäure gewonnen.

Die Sehn ellsei f en fabrikatio n besteht in der Versiedung desFettstoifes mit einer koncentr. Aetznatronlauge ohne Aussalzungsprozess,so dass in der daraus resultirenden Seife überschüssiges Aetzkali, Gly.cerin, Wasser und andere Unreinigkeiten verbleiben. Das Talg verseiftsich schwierig mit konc. Lauge, das Kokosnussol dagegen bedarf hier-zu einer stark konc. Lauge und überträgt diese Eigenthümlichkeit selbstauf das beigemischte Talg, auch wird die Kokosnussölseife nur unvoll-ständig in Kochsalzlösungen abgeschieden. Eine konc. gute reine Aetz-natronlauge wird mit Kokosnussol, Talg oder anderem Fette gemengt,die Mischung rasch unter lebhaftem Umrühren über gelinder Feuerungverseift, dann mit dünner Lauge versetzt und hierauf in die Formen ge-gossen. Durch Einrühren farbiger Stoffe giebt man der Seife auch wohleine Marmorirung. Die Kokosnussölseife verträgt die Beimischung vonvielem Wasser, ohne viel an ihrer Härte dadurch einzubüssen.

Die Baumölseifen (Venedische oder Spanische Seifen) erzeugtman durch Versieden und Verseifung minderer Olivenölsorten mit mas-sig konc. Aetznatronlaugen und Aussalzen mit Kochsalz-haltigen Aetzna-tronlaugen. Die Marmorirung einer Venedischen Seife erzeugt man durchEinrühren von Eisenvitriol in den Seifenleim, wodurch feflsaures Eisen-oxydul und Oxyd entsteht, welches der Seife beigemischt bleibt.

Schmierseifen gewinnt man durch Verseifung von Hanföl, Rüb-öl, Leinöl, Ihran, Palmöl etc. mit Aelzkalilauge ohne Aussalzungspro-cess, Daher enthalten die Schmierseifen neben überschüssiger Aetzka-Iilauge auch das Glycerin und andere Unreinigkeiten des Seifenmaterials.Die Art des Fettes ertheilt der Seife eine verschiedene Farbe. Hanfölmacht sie grün, daher die daraus bereitete Seife auch grüneSeife ge-nannt wird. Durch Indigo und auch durch Beimengung eines Gemischeseiner Eisenvitriollösung mit einem Galläpfel- oder Blauholzaufgusse giebtman der Schmierseife einen bläulichen oder schwärzlichen Farbenton.Eine solche Seife bezeichnet man mit schwarze Seife. Die Bereitungder Schmierseife geschieht durch anfängliches Versieden des Fettes mitnicht zu konc. Aetzlauge (spec. Gew. 1,08) und späteres Zusetzen stär-kerer Lauge. Ein Gehalt der Lauge an kohlensaurem Kali ist hierbeivortheilhaft. Durch Beimischung von Talg giebt man auch wohl derSeife ein Korn, indem sich später weissliche Krjstalle von stearinsau-rem Kali in der durchsichtigen Seifenmasse ausscheiden, welche aberin der Wärme wieder verschwinden. Auch etwas Kalkhydrat und Stär-kemehl setzt man mitunter der Schmierseife zu.

Die kommentirten Pharmakopoen haben die Talgnatron-seife, Olivenölnatronseife und Kalischmierseife aufgenommen,bei deren Einkauf man sich vor Verfälschungen und Betrug zuhüten bat. Marmorirte Seifen eignen sich im AJJgemeinen nichtfür den pharmaceutischen Verbrauch.

Als Verfälschungen stehen Kieselpulver, welches in