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Krystallisiren eingedampft und die von der Mutterlauge (Melasse) befreiteZuckcrmasse (Moskovade) als Rohzucker nach Europa gebracht, wo siedurch Auflösen, Behandeln mit Blut (dessen Eiweisstheile als Klärungs-niittel dienen) und thierischer Kohle raffinirt wird. Unterwirft man diekonc. Zuckerlösung einer regelmässigen Krystallisation, so schiesst derZucker in grossen rhombischen Prismen an, welche als brauner und weis-ser Zuckerkant in den Handel gebracht werden. In Frankreich hatdie Rübenzuckerfabrikation einen hohen Grad der Vervollkommnung er-langt. Unter den daselbst neuerdings angewendeten Raffinirmethodenverdient besonders die von Lcpluy und Dubrunfaut erwähnt zu werden.Dieselbe bezweckt hauptsächlich die Abscheidung des Rohrzuckers ausder Riibenmelasse, welche bis dahin grösstentheils zur Spiritusfabrika-tion Verwendung fand. Der durch Pressen gewonnene Rübensaft oderdie Melasselösung wird bis auf 70° C. erhitzt, mit Wasser angerührtemAetzbaryt oder einer heissen Aetzbarytlösung vermischt und damit raschaufgekocht. Der Baryt geht hierbei mit dem Rohrzucker eine unlöslicheVerbindung ein, welche abgesondert abgewaschen, ausgepresst und als-dann in Wasser zertheilt durch einen Strom Kohlensäuregas zersetztwird. Die Kohlensäure erzeugt mit dem Baryt unlöslichen kohlensau-ren Baryt und der freigemachte Zucker giebt mit dem Wasser eine reineLösung, welche man durch Zusatz von etwas Gyps, durch Autkochenund Fillriren von dem darin gelöst gebliebenen geringen Mengen koh-lensaurer Baryterde befreit und zur Krystallisation einkocht. Den Aetz-baryt bereitet man aus dem künstlichen und dem natürlichen kohlen-sauren Baryt durch Vermischen mit 20 Proc. Holzkohlenpulver undschwaches Weissglühen, oder vermittelst Wasserdämpfe, welche manüber weissglühenden kohlensauren Baryt leitet.
Der Rohrzucker (C 12 H' J 0»+2HO oder (HWO 11 ; hat ein Spec. Gew.von 1,6. An der Luft ist er unveränderlich, Er ist hart und leuchtetbeim Zerschlagen und Zerstossen im Dunklen. In J seines GewichtesWasser von mittlerer Temperatur und in jeder Menge kochenden Was-sers löst er sich, damit eine dicke Flüssigkeit, Syrup, von süssem Ge-schmacke bildend.
Tabelleder speeif. Gewichte von Zuckerlösungen bei 17,5° C.
Proc.
Spec.
Proc.
Spec.
Proc.
I Spec.
Proc.
Spec.
Zucker
Gew.
Zucker
1 Gew.
Zucker
Gew.
Zucker
Gew.
75
1,38 z
62
1,302
49
1,227
36
1,159
74
1,376
61
1,296
48
1,222
35
1,154
73
1,369
60
1,290
47
1,216
34
1,149
72
1,363
59
1,284
46
1,211
33
1,144
71
1,357
58
1,278
45
1,205
32
1,139
70
1,350
57
1,272
44
1,200
31
1,134
09
1,344
56
1,266
43
1,195
30
1,129
68
1,338
55
1,261
42
1,189
29
1,124
67
1,332
54
1,255
41
1,184
28
1,120
66
1,326
53
1,249
40
1,179 1
27
1,115
65
1,320
52
1,244
39
1,174 /
26
1,110
64 1
1,314
51
1,238
38
1,169 j
25
1,!05
63
l,:t08
50
1,233
37 |
1,164 |
24
1,101