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2 (1857)
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690
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6.90

Krystallisiren eingedampft und die von der Mutterlauge (Melasse) befreiteZuckcrmasse (Moskovade) als Rohzucker nach Europa gebracht, wo siedurch Auflösen, Behandeln mit Blut (dessen Eiweisstheile als Klärungs-niittel dienen) und thierischer Kohle raffinirt wird. Unterwirft man diekonc. Zuckerlösung einer regelmässigen Krystallisation, so schiesst derZucker in grossen rhombischen Prismen an, welche als brauner und weis-ser Zuckerkant in den Handel gebracht werden. In Frankreich hatdie Rübenzuckerfabrikation einen hohen Grad der Vervollkommnung er-langt. Unter den daselbst neuerdings angewendeten Raffinirmethodenverdient besonders die von Lcpluy und Dubrunfaut erwähnt zu werden.Dieselbe bezweckt hauptsächlich die Abscheidung des Rohrzuckers ausder Riibenmelasse, welche bis dahin grösstentheils zur Spiritusfabrika-tion Verwendung fand. Der durch Pressen gewonnene Rübensaft oderdie Melasselösung wird bis auf 70° C. erhitzt, mit Wasser angerührtemAetzbaryt oder einer heissen Aetzbarytlösung vermischt und damit raschaufgekocht. Der Baryt geht hierbei mit dem Rohrzucker eine unlöslicheVerbindung ein, welche abgesondert abgewaschen, ausgepresst und als-dann in Wasser zertheilt durch einen Strom Kohlensäuregas zersetztwird. Die Kohlensäure erzeugt mit dem Baryt unlöslichen kohlensau-ren Baryt und der freigemachte Zucker giebt mit dem Wasser eine reineLösung, welche man durch Zusatz von etwas Gyps, durch Autkochenund Fillriren von dem darin gelöst gebliebenen geringen Mengen koh-lensaurer Baryterde befreit und zur Krystallisation einkocht. Den Aetz-baryt bereitet man aus dem künstlichen und dem natürlichen kohlen-sauren Baryt durch Vermischen mit 20 Proc. Holzkohlenpulver undschwaches Weissglühen, oder vermittelst Wasserdämpfe, welche manüber weissglühenden kohlensauren Baryt leitet.

Der Rohrzucker (C 12 H' J 0»+2HO oder (HWO 11 ; hat ein Spec. Gew.von 1,6. An der Luft ist er unveränderlich, Er ist hart und leuchtetbeim Zerschlagen und Zerstossen im Dunklen. In J seines GewichtesWasser von mittlerer Temperatur und in jeder Menge kochenden Was-sers löst er sich, damit eine dicke Flüssigkeit, Syrup, von süssem Ge-schmacke bildend.

Tabelleder speeif. Gewichte von Zuckerlösungen bei 17,5° C.

Proc.

Spec.

Proc.

Spec.

Proc.

I Spec.

Proc.

Spec.

Zucker

Gew.

Zucker

1 Gew.

Zucker

Gew.

Zucker

Gew.

75

1,38 z

62

1,302

49

1,227

36

1,159

74

1,376

61

1,296

48

1,222

35

1,154

73

1,369

60

1,290

47

1,216

34

1,149

72

1,363

59

1,284

46

1,211

33

1,144

71

1,357

58

1,278

45

1,205

32

1,139

70

1,350

57

1,272

44

1,200

31

1,134

09

1,344

56

1,266

43

1,195

30

1,129

68

1,338

55

1,261

42

1,189

29

1,124

67

1,332

54

1,255

41

1,184

28

1,120

66

1,326

53

1,249

40

1,179 1

27

1,115

65

1,320

52

1,244

39

1,174 /

26

1,110

64 1

1,314

51

1,238

38

1,169 j

25

1,!05

63

l,:t08

50

1,233

37 |

1,164 |

24

1,101