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2 (1857)
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606
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und umgiebt jede Pflanze mit etwas Dung. Im anderen Jahre beiwman zweimal und häuft die Erde an der Pflanze etwas an. Die Wurzelsammelt man im Herbste oder auch im Frühjahr, bevor die Wurzelblät-ter sich völlig entwickelt haben. Der Wurzelstock, so wie die holzigenund angefressenen Theile der Wurzel werden entfernt, die Wurzel ge-waschen, beschabt, geschnitten und getrocknet. 3 Th. frische Wurzelgeben 1 Th. trockne.

Bestandtheile der trocknen Wurzel sind: 30 Proc. Stärkemehl, 25Proc. in kaltem Wasser löslicher Schleim, Pektin, Albumin, Zucker, 1Proc. fettes Oel, Asparagin, äpfelsaure, schwefelsaure, phosphorsaureKali-, Kalk- und Bittererdesalze, Holzfaser etc. Das Asparagin, auchMalamid, Althäin genannt, =C 8 N 2 H 10 O 8 , ist das Amid der AepfelsäureMan findet es auch in den Spargeln, der Süssholzwurzel, der i\artoffel,den Runkelrüben und vielen anderen Wurzeln. Es krystallisirt in grossenrektangulären Oktaedern, ist geruchlos und von fadem Geschmacke, inwasserfreiem Aether, Weingeist und den Oelen unlöslich, löslich in 60 Th.kaltem Wasser.

Radix Angelicae.

Racine d' Angelique; Angelica-root; Engelwurz, Brustwurzel,Heiligengeistwurzel, Angelikawurzel.

PIl. ISor. Eine Wurzel mit einem dicken, bis zu 2 Zoll langenKopfe £ Wurzelstocke), mit dichten, bis zu 6 Zoll langen,2 bis 3 Un. dicken, gefurchten, aussen graubraunen , innenweissen Wurzelfasern. Sie enthält eine Menge gelber Schläu-che. Der Gertich ist stark, der Geschmack anfangs süss,hinterher scharf gewürzhaft. Die Wurzel kommt von Ange-lica Archangelica L., einer im nördlichen Europa und in Al-pengegenden des mittleren Europas wachsenden Umbellifere.Auch die Wurzel der kultivirfen Pflanze kann genommenwerden. Sie soll im zweiten Jahre zur Frühlingszeit ge-sammelt werden.

PIl. Hillltl). Die Angelikawurzel wird sehr leicht wurmsti-chig. Desshalb ist sie gut getrocknet in verstopften Gefäs-sen und in nicht zu grosser Menge aufzubewahren. Es darfnicht die Wurzel von Angelica sylvestris, welche einen schwä-cheren Geruch und Geschmack hat } substituirt werden.

Plt. Harnt., Sax., 81. Hols.

Angelica Arehangelica Linn. Engelwurz.Synon. Angelica officinalis Hoffmann.Umbelliferae. Pentandria Digynia.Hayne Arzng. 7. T. 8.

Dieses perennirende Doldengewächs ündet man im hohenNorden und in den AJpengegenden Süd-Deutschlands, auch hinund wieder bei uns in der Ebene auf feuchten Stellen. An