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2 (1857)
Entstehung
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605
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JPll. Ha Hill. Die Wurzel soll weiss, von der äusseren Rindebefreit, leicht, fleischig und schleimig sein.

PIi. Itaim., Sax., £1. Hols.

Altliaea officinalis Linn. Eibisch.Malvaceae Brown. Monadelphia Polyandria.Hayne Arzng. 2 T. 25.

Schon unter Folia Althaeae ist diese Pflanze erwähnt. DieWurzel derselben enthält viel von einem in Wasser sich klarlösenden Schleime. Im Handel kommt sie gemeinlich von deräusseren bräunlichen Haut befreit vor. Sie wird geschnitten,gröblich und fein gepulvert vorräthig gehalten. Innen gelbeoder braune Wurzelstücke werden verworfen oder für die Ve-terinärpraxis in ein grobes Pulver verwandelt. Das feine Pul-ver wird aus der weissesten geschnittenen, bei gelinder Wärmegut ausgetrockneten Wurzel bereitet, durch wiederholtes sanf-tes Abschlagen durch ein feines Sieb von den kleinen Fäser-chen befreit und in gut verstopften Glasflaschen bewahrt. Einenicht gehörig trockne Wurzel unterliegt dem Milbenfrasse oderwird mulstrig. Die Droguisten verkaufen eine geschnittene Wur-zel, welche sich durch ihr glattes Aussehen auszeichnet. Dieseist die frischgeschnittene und dann getrocknete Wurzel. Dietrockne Wurzel giebt beim Schneiden faserige Stückchen. Diegeschnittene Wurzel ist übrigens durch Abschlagen von allemPulver und Staube zu befreien, weil diese die Infusa trübemachen. Ein Decoctum Althaeae wird nicht durch Kochungsondern nur durch heisse Infusion dargestellt, beim Kolirenaber das Ausdrücken der Wurzel vermieden. Beim Ausdrük-ken giebt nämlich die Wurzel einen trüben Schleim von sich.Gemeinlich rechnet man V 2 Drachme der geschnittenen Wurzelauf 1 Unze Infusum. Ueber einen Tag lässt sich das Infusumnicht vorräthig halten. Es beginnt nach dieser Zeit trübe zuwerden, was immer als ein Zeichen der Verderbniss angesehenwerden muss.

Die Wurzel der auf sandigem Boden gezogenen Althaea ist wenigerschleimig. Zum Anbau wählt man ein mehr feuchtes humusreiches, gutgedüngtes und tief gegrabenes Feld. Der Same wird in fettes Garten-land gesät und untergeharkt, das nach einiger Zeit sich zeigende Unkrautaber fleissig entfernt. So wie die Pflänzcnen 4 bis 6 Blätter getriebenhaben, verpflanzt man sie (im Juni) bei nasser Witterung in das Feldvon der Beschaffenheit wie oben bemerkt ist. Man setzt sie in lj Fussweiter Entfernung in regelmässige Reihen. Im Herbste behackt man