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2 (1857)
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604
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besonders im östlichen Europa und im Orient einheimischenPflanze, von wo auch die Wurzel gebracht wird.PIl. Sl. HolS. Eine Wurzel von der Dicke eines Fingers,sehr runzlig, aussen dunkelrolh, innen weiss, geruchlos,fast geschmacklos.

Ph. llanil».. Sax.

Ancliusa tinctoria Desfontaines. Färber-Ochsenzunge.Synon. ßaphorhiza tinctoria Linke.Boragineae Juss. Penlandria MonogyniaHayne Arzng. 10. T. 11.

Diese auch in verschiedenen Gegenden des südlichen Eu-ropas kultivirte perennirende Pflanze liefert die falsche oderofficinelle Alkannawurzel. Die wahre Alkanna, Radix Alcan-nae vera, kommt von Lawsonia alba Lamark. Dieselbe ent-hält einen gelben FarbestofF, kommt jedoch nicht mehr imHandel vor. Die falsche Alkanna wird weniger in der Medi-cin als zur Färbung von Oelen, Salben und Ceraten gebraucht.Dieses Färben geschieht einfach durch Digestion der unzerklei-nerten Wurzel mit dem Fettstofle. Von anderen ähnlichen mitFarbebriihen gefärbten Wurzeln unterscheidet sie sich genü-gend dadurch, dass sie Oel sehr schön roth färbt. Die Wur-zel von Anchusa officinalis L. (Jiadix Buglossi) mit Fernambukgefärbt soll ihr zuweilen untergeschoben werden.

Der Farbestoff der Alkanna (Anchusaroth, Anchusin, Orcanette)findet sieh in der Wurzelrinde. Er ist wenig beständig. Sonnenlicht,so wie auch Erhitzen seiner weingeistigen Lösung zersetzen ihn. Reinbildet er eine harzähnliche dunkelrothbraune spröde Substanz, löslichin Aelher, Weingeist und Fetten, welche bei 66° C. schmilzt und weitererhitzt sublimirt.

Radix Althaeae.

Racine d Althee ou de Guimauve; Marshmallow-root; Altheewurzel,

Eibischwurzel.

Pll. Bor* Eine gegen den Stengel ästige Wurzel, mit langen,etwas einfachen Aesten, von der Dicke eines Fingers, miteiner äusseren dünnen bräunlichgrauen Rinde. Wenn sieabgeschält ist, wie sie auch immer im Handel vorkommt, istsie weiss, der Länge nach gefurcht^ mit den Narben vonden abgeschnittenen Wurzelfasern bezeichnet. Beim Kauenist sie schleimig. Sie kommt von Althaea officinalis L., wel-che Pflanze an verschiedenen Orten Deutschlands, beson-ders an Zäunen wächst. Auch die Wurzel der kullivirlenPflanze kann an gewendet werden. Sie wirdim Herbst gesammelt.