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2 (1857)
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591
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solche genügend grosse Gefässe zur Hand, so muss man durchwiederholtes Operiren mit kleinen Mengen sich behelfen. Uebri-gens ist zu bemerken, dass die Tamarinden nicht nothwendiggekocht werden müssen, sie vielmehr schon durch Umrührenund Digestion mit dem Wasser bei einer Temperatur von 70bis 90° C. vollkommen aufgeschlossen und breiig werden. DieDichte des Haarsiebgeflechtes entspricht den Haarsieben zugroben Pulvern. Das Eindampfen und Eindicken des Musesführe man bei massiger Wurme, oder im Wasserbade unter be-ständigem Umrühren mit einem hölzernen Spate] aus. DieKonsistenz des Tamarindenmuses muss gehörig steif sein, imentgegengesetzten Falle neigt dieses zum Schimmeln. Man be-wahrt es an einem trocknen kühlen Orte in nur mit lockeremPapiere (Zucker- oder Packpapier) tektirten Stein- oder Por-cellantöpfchen auf. Bei dichter Tektur schimmelt es um so eher.Uebrigens darf die Tektur nicht eher aufgelegt werden, als bisdas Mus im Topfe völlig erkaltet ist. Nach jedesmaligem Ein-fassen giebt man dem Muse eine gleiche Oberfläche, damit imFalle des Schimmeins die Schimmeldecke leicht abgenommenwerden und der Rest durch weiteres Eindampfen verbessertwerden kann. Die Pulpa Tamarindorum Ph. Hamb, ist unbe-dingt ein sehr zweckmässiges und auch haltbares Präparat, wel-ches wie Meilngo Graminis in Flaschen bewahrt wird. In die-ser Pulpe ist die Zellenfaser des Fruchtfleisches gleichsam durchZucker ersetzt.

Das Tamarindenmus büsst nach längerer Autbewahrungstets an Süss'igkeit ein, indem der zugesetzte Rohrzucker unterdem Einflüsse der gegenwärtigen Säuren alJmähJig in Frucht-zucker übergeht. Vergl. Ein!. S. 124 und 125.

Die Ph. Sux. spricht von dem käuflichen Tamarindenmus.Dieses ist gemeinlich kupferhaltig. In Süddeutschland findetman es häufig im Handel. Die Verunreinigung mit Kupferfindet man durch Hineinstellen von blanken Eisenstäben in dasmit Wasser verdünnte Mus, wie bei den Extrakten. S. Th. I,Seite 993.

Pulvis aerophorus.

Pulvis aerophorus e Natro; Common Soda-powder; Brausepulver.

Pll. Bor.; Haillb. Doppelt kohlensaueres Natron eine halbeUnze, Weinsäure drei Drachm., weissester Zucker siebenDrachm. werden ein jedes für sich zu einem ganz feinen