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Mus irird durch ein Haarsieb getrieben und zum zweitenExtraktkonsistenzgrade abgedampft. Jedem Pfunde des Mu-ses mischt man zwei Unz. weissen 7/Ucker zu und dampftdann bis zur Pillenkonsistenz ein. Zum jedesmaligen Ge-brauche erweicht man es durch Zusatz von etwas Wasserint Wasserbade zur gehörigen Muskonsistenz. Es soll rofh-brau», nicht brenzlich und von süssem Geschmacke sein. Mitkochendem Wasser verdünnt, darf es hineineingestellles po-lirtes Eisen nicht mit Kupfer überziehen.
Pll« Sl. Il'ols. giebt eine ähnliche Vorschrift, erwähnt aberdas Umrühren beim Kochen und lässt bis zur dickeren Sy~rupsltonsistenz eindampfen , den Zucker zusetzen und dannzur dicken Latwergenkonsistenz eindampfen. Wenn nichtDamascenerpflaumen zur Hand sind, kann auch das rohekäufliche Pflaumenmus mit Wasser verdünnt, durch ein Haar-sieb geschlagen und eingedickt werden.
I*ll, Haiin. lässt die reifen von den Kernen befreiten Früchtevon Prunus domesüca weichkochen und dem durch ein Haar-sieb geschlagenen, zur gehörigen Konsistenz gebrachten Museauf das Pfd zwei Unz. Zucker zusetzen. Die
M*ll. Nax. lässt die reifen Pflaumen mit einer hinreichendenMenge Wasser kochen, im Uebrigen aber wie Ph. Hann.das Mus bereiten.
Prunus domestica Linn. Pflaumenbaum.Amygdaleae Juss. Icosandria Monogynia.Hayne Arzng. 4. Th. 43.
Der Pflaumenbaum stammt aus Syrien und wächst im süd-lichen Europa sogar wild. Das Fleisch seiner Früchte, derPflaumen, enthält ein wohlschmeckendes Mark, welches vielZucker, dann Aepfelsäure, Pektinsäure, Gummi etc. enthält.Eingedicktes Pflaumenmus findet man in allen WirtschaftenIn den Apotheken wird es daher kaum noch gefordert. Daskäuflliche Pflaumenmus enthält gemeinlich noch die häutigenSchalen der Pflaumen, wesshalb dasselbe für den medicinischenGebrauch nochmals durch ein Haarsieb gerieben werden muss.Mit Kupfer verunreinigtes ist zu verwerfen. Die Prüfung aufKupfer geschieht in derselben Weise wie bei den Extrakten.Vergl. Th. I, S. 993. Beim Kochen und Eindampfen solcherSubstanzen wie Pflaumenmus in zinnernen Gefässen über freiemFeuer vergesse man nicht, beständig umzurühren. GedachteGefässe schmelzen leicht durch. Beim Eindampfen im Was-serbade ist dies natürlich nicht zu fürchten.