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2 (1857)
Entstehung
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585
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Essig zugesetzt hat, nochmals zur Krystallisation bei Seite. Nichtschön rein und weiss ausfallende Krystalle verbraucht man alsrohen Bleizucker. Bei schneller Erkaltung schiesst er in klei-nen spiessigen Prismen, bei langsamer Krystallisation in grös-seren 4seitigen Säulen an.

Eigenschaften. Das reine essigsaure Bleioxyd bildetfarblose glänzende durchscheinende, gerade rhombische Säulenoder spiessige Krystalle von schwach saurer Reaktion, welchean der Luft verwittern und sich mit kohlensaurem Bleioxyd be-decken. Es hat einen anfangs süssen, hernach zusammenzie-hend metallischen Geschmack. Es ist in l 3 / 4 kaltem Wasserund in 8 Th. Weingeist löslich. Die wässerige Lösung ist we-gen Gehalt des Wassers an Kohlensäure gemeinlich trübe oderschwach opalisirend. Bei 40° C. zerfliesst es in seinem Kry-stallwasser. In warmer Luft zerfällt das krystallisirte Salz schnellund verliert sein ganzes Krystallwasser nebst kleinen MengenEssigsäure schon unter der Wasserkochhitze. Stark erhitztwird es unter Entwickelung von Aceton zersetzt. Trocken undauch in Wasser gelöst wird es durch die Kohlensäure derLultunter Abscheiden von kohlensaurem Bleioxyd zum Theil zersetzt.Die Formel des krjstallisirten essigsauren Bleioxyds ist PbO,A+3HO.Aeq.-Gew. 190. Ueber die basischen Verbindungen des Bleioxyds mitEssigsäure s. Th. I, Seite 251.

Prüfung. Die durch völlige Sättigung mit Schwefelwas-serstofi gefällte und dann filtrirte Lösung des reinen Salzesdarf eingetrocknet und erhitzt keinen fixen Rückstand hinter-lassen. Ein Rückstand kann von essigsaurer Kalkerde herrüh-ren. Salpetersaures Bleioxyd erkennt man beim Vermischendes gepulverten Salzes mit trocknem schwefelsauren Eisenoxy-dul und konc. Schwefelsäure an der braunen bekannten Fär-bung. S. Th. I, S. 351. Kupferhaltiges Salz giebt mit Aetz-ammonflüssigkeit eine blaue Färbung. Chlorblei entdeckt manin der mit Salpetersäure angesäuerten Lösung durch Silbernitrat.Aufbewahrt wird das Bleiacetat in gut verstopften glä-sernen oder porcellanenen Flaschen möglichst an einem dunk-len Orte neben anderen giftig wirkenden Arzneimitteln. StarkeGabe 1 Gran.

Auch noch einige andere Bleisalze und Bleiverbindungen haben the-rapeutische Anwendung gefunden.

Salpetersaures Bleioxyd, Bleisalpeter, Plumbum nitricum,PbO,NO\ Man bereitet es durch Auflösen in der Wärme von 14 Th.