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2 (1857)
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546
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C 2 0 3 ,HO+2HO. Aeq.-Gew. 63. Bis 100° erhitzt entweicht das Krysiall-wasser und sie zerfällt zu einem weissen Pulver. Bis 150° im Oelbadeerhitzt sublimirt sie. Bei 170° entweicht aus ihr Kohlensäure, Ameisen-säure und Wasser. Bei noch höherer Temperatur wird sie gänzlich zer-stört, ohne sich zu schwärzen. Durch dieses letztere Verhalten unter-scheidet sie sich von anderen organischen Säuren. Mit konc. Schwefel-säure Übergossen zerfällt sie in Kohlensäure und Kohlenoxydgas DieSchwefelsäure zieht hierbei alles Wasser an und ohne Wasser kann dieOxalsäure nicht existiren. C 2 0 3 ,HO und SO 3 ,HO geben S0 3 -f2HO undCO und CO 2 . Ihre Salze der Alkalien und Erden verwandeln sich beimGlühen in kohlepsaure Salze.

Eine grosse Verwandtschaft hat die Oxalsäure zur Kalkerde. S. Th. 1.Seite 176, 187 unter Oxalsäure und Seite '210 unter Kalkerde. Als Rea-gens gebraucht man die Oxalsäure in Form des Oxalsäuren Amnions.

Die Oxalsäure ist giftig. Gegenmittel sind Kalkwasser, Kreide, Mag-nesia. Starke Gabe 4 Gran

Wichtige oxalsaure Verbindungen sind: das neutrale oxalsaure Ka-liumoxyd ^-KaO,C 2 0 3 +HO, gewonnen durch Neutralisation der Oxalsäuremit kohlensaurem Kali und Krystallisirenlassen. Das zweifach oxalsaureKaliumoxyd =KaO,2C 2 0 3 +3HO oder KaO,C 2 0 3 +C 2 0 3 ,HO+-2HO, und dasvierfach oxalsaure Kaliumoxyd =KaO,C 2 0 3 +3(C 2 0\HO)+4HO.

Das oxalsaureCalciumoxyd, oxalsaure Kalkerde, CaO,C 2 0 3 -f-2HO,findet sich fast in jeder Pflanze. Es findet sich in den Pflanzenzellentheils in feinen Nadeln (Raphiden 1 , the/ls in Oktaedern. Auch hat manes als Bestandthei/ des Harns der Menschen und gewisser Harnsteine(Maulbeersteine) kennen gelernt. Es ist in Wasser unlöslich. Bis zu100° ersärmt verliert es die Hälfte seines Wassers. Bis zu 150° erhitztwird es beim Berühren dergestalt elektrisch, dass es in Folge der Repul-sion herumgeworfen wird. Beim Glühen verliert es Kohlenoxydgas, undkohlensaure Kalkerde bleibt zurück.

Das einfach oxalsaure A m m oni u m oxyd, Ammonium oxa-licum, NH 4 0,C 2 0 3 -)-H0, krystallisirt in glänzenden, büschelförmig ver-einigten Prismen, verwittert an der Luft und löst sich in 28 Th. Wasser.Es dient als Reagens auf Kalkerde. Beim Erhitzen dieses Salzes in ei-ner Retorte erhält man unter anderen einen sehr interessanten Körper,das Oxamid. S. Seite 248 unter Amidogen. Das einfach oxalsaureAmnion wird dadurch hergestellt, dass man eine heisse Lösung von 1 Th.kryst. Oxalsäure in 2 Th. Wasser mit 3 Th. Aetzammonflüssigkeit (von0,060 spec Gew.) oder soviel davon vermischt, dass die Mischung starkalkalisch reagirt, und dann 1 bis 2 Tage bei Seite stellt. Die ausge-schiedenen Krystalle werden ohne Wärme getrocknet. Aus der Mutter-lauge kann man durch Eindampfen und Krystallisirenlassen weitere Kry-stalle gewinnen.

Oxymel Colcliici.

Mellite colchique; Zeitlosensauerhonig.

JPIl. Haillli. Ein Pfd Acetum Colchici und %wei Pfd Meldepuratum werden gemischt und in einem zinnernen Kessel