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Der Process der Erzeugung des officinellen pbosphor-sauren Natrons besteht darin, dass die c Phosphorsäure (s. Tb. I.,S. 373), welche eine 3basische Säure ist, sich mit 2 Aeq. Na-trinmoxyd und 1 Aeq. Wasser, welches letztere das dritte Ae-quivalent Base vertritt, verbindet und zu einem c phosphor-sauren Salze konstituirt. Da Soda zur Sättigung angewendetwird, so resultirt zugleich ein Ausscheiden von Kohlensäure,welche unter starkem Aufschäumen entweicht und die Anwen-dung eines geräumigen Gefässes nöthig macht. Ein Aeq. Phos-phorsaure erfordert also 2 Aeq. kohlensaures Natron. Also 18Unz. Säure von 1,130 spec. Gew. erfordern 11 J / 2 Unz. krystall.kohlensaures Natron
P0 5 +42HO 2(NaO,CO*+10HO)
450 : 2X143 = 18 Unz. : x (=11,44) Unz.
Durch das spec. Gew. der Knochenphosphorsäure findet mannach der Th. I. S. 374 angeführten Tabelle annähernd den Ge-halt an wasserfreier Phosphorsäure. 1 Th. derselben erfordertungefähr 4 Th. krystallisirtes kohlensaures Natron.
Eigenschaften. Das ofticinelle phosphorsaure Natronkrystallisirt in ansehnlichen wasserhellen schief rhombischenSäulen und Tafeln, von angenehm kühlendem salzigen Geschmacke,welche an der Luft leicht verwittern und in 2 Th. heissem und4 Th. kaltem Wasser, nicht aber in Weingeist löslich sind.Die Auflösung reagirt schwach alkalisch. Beim Erwärmen schmel-zen die Krystalle in ihrem Krystallwasser und verlieren letzte-res bis über den Wasserkochpunkt erhitzt.
Bistum Glühen erhitzt entweicht auch das letzte Aeq. Wasser, wel-ches 1 Aeq. Base vertritt, und es schmilzt zu einer klaren, beim Erkal-ten milchweissen Masse. Diese ist b phosphorsaures oder pyrophosphor-saures Natron =2NaO,P0 5 . Die Formel des krystallis. officinellen odercphosphorsauren Natrons ist==2Na0,H0-f P0 5 +24HOoder'2NaO,PO ä +25HO.Aeq.-Gew. 359. Bei einer Temperatur über 30° krystallisirt es mit 17 Aeq.Wasser, von welchen 1 Aeq. hasisches ist.
Wie schon aus dem Th. 1, S. 373 Erwähnten folgt, giebt es ver-schiedene Verbindungen der Phosphorsäure mit Natriumoxyd. Setzt manim Uebrigen zu einer Auflösung des c phosphorsauren Natrons noch ein-mal so viel Phosphorsäure, als es schon enthält und bringt die Flüssig-keit zur Krystallisation, so schiesst ein Salz in grossen regulären Kry-stallen an. Dieses ist saures phosphorsaures Natron, welches nach derFormel NaO,2HO,cPÜ 5 +iHO zusammengesetzt ist. Bei 100° verliert es diese2 Aeq. Krystallwasser. Erhitzt man 1 Aeq. c phosphorsaures Natron mit1 Aeq. Natronhydrat, so erhält man basisch- oder drittelphosphorsauresNatron, eine Verbindung, welche 3 Aeq. Natron und 1 Aeq. Phosphor-säure enthält und beim Krystallisiren 24 Aeq. Krystallwasser aufnimmt.