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Eine für den Analytiker wichtige Verbindung ist das phosphor-saure Natron-Ammon , Phosphorsalz, Sal microcosmicum , Salurinac fusibile, Natrum phosphoricum ammoniatum, NaO,NH 4 0,HO,cPO'-j-8HO. Man findet diese Verbindung im menschlichen Harne. Siewird bereitet durch Uebersättigen von 10 Th. Phosphorsäure (1,130 spec.Gew.), welche man zur Syrupsdicke eingedampft hat, mit Aetzammon-flüssigkeit und Hinzumischen von 10 Th. fein geriebenem offic. phos-phorsauren Natron, gelindes Erwärmen und Krystallisirenlassen oder durchAuflösen einer Mischung aus 7 Th. krystall. c phosphorsaurem Natronund 1 Th. Salmiak (Chlorammonium) in 8 Th. heissem Wasser, Filtra-tion und Krystallisirenlassen der Lösung. Das in schiefrhombischen Ta-feln angeschossene Salz ist nach der letzteren Bereitungsart chlorhaltigund wird durch Umkrystallisiren gereinigt. Es ist in 5 Th. kaltem undgleichviel kochendem Wasser löslich. An der Luft verwittert es ober-flächlich unter Ammonverlust. Beim gelinden Erhitzen schmilzt es un-ter Verlust des Wassers und des Ammons zu einer wasserhellen durch-sichtigen Kugel von a phosphorsaurem Natron =NaO,aP0 5 , welches dieFähigkeit hat, viele Metalloxyde in der Schmelzhitze mehr oder wenigeraufzulösen und damit mannigfach gefärbte Gläser zu bilden. Mangan'färbt z. B. in der äusseren Flamme amethystfarben, in der inneren ver-schwindet die Farbe. Kupfer färbt in der äusseren Flamme grün, inder inneren roth. Nickel färbt in der inneren und äusseren Flammedunkelgelb; die Farbe verschwindet beim Abkühlen. Chrom färbt inder inneren und äusseren Flamme grün. Uran färbt in der äusserenFlamme gelb, in der inneren grün; die Farbe verschwindet nicht beimAbkühlen. Eisen färbt in der äusseren Flamme dunkelroth, in der in-neren grün, nach dem Abkühlen ist die Farbe unmerklich. Wird diemit Kupferoxyd geschwängerte Probe mit einem chlorhaltigen Körperversetzt, so wird in der Löthrohrflamme Chlorkupfer entwickelt und diePerle umgiebt sich mit einer schönen blauen, ins Purpurfarbene ziehen-den Flamme. Jod metalle ähnlich behandelt geben eine grüne Flamme.Brommetalle verhalten sich wie die Chlormetalle, nur zieht die Flammeins Grünliche.
Prüfungauf Reinheit. In der dünnen wässerigen Lösungdes reinen phosphorsauren Natrons erzeugt salpetersaure Baryt-lösung einen weissen, Silbernitratlösung einen blassgelben Nie-derschlag. Beide Niederschläge werden durch Zusatz von Sal-petersäure wieder gelöst. Ist dies nicht der Fall, so ist eine Ver-unreinigung von schwefelsaurem Natron oder Chlorna-trium vorhanden. Erfolgt auf Zusatz von Chlorwasserstoff-säure zur pbosphorsauren Natronlösung ein Aufbrausen, so istes mit kohlensaurem Natron verunreinigt. Schwefelwas-serstoffwasser zur schwach angesäuerten Lösung gesetzt, darfkeine Fällung verursachen. Ein etwaiger gelber, in kohlen-saurem Ammon löslicher Niederschlag verräth arsenige Säure.Diese dürfte in einem gehörig krystalJisirten Salze niemals vor-
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