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Klaprolh 1785 lehrten die Zusammensetzung dieses Salzes undPearson, ein Arzt zu London, führte es in den Arzneischatz ein.Man findet es in vielen thierischen Flüssigkeiten, besondersim Harn.
Die oben angegebenen Vorschriften zur Darstellung desphosphorsauren Natrons weichen nur in sofern von einanderab, als die eine die Verwendung einer reinen Phosphorsäure,die andere die Verwendung der Phosphorsäure aus den Kno-chen, welche gemeinlich mit Kalksalzen und auch mit etwasSchwefelsäure verunreinigt zu sein pflegt, verlangt. Auch mitdieser letzteren Säure kann man ein reines Salz darstellen, weildurch die Sättigung mit kohlensaurem Natron die Kalkerdeausgefällt und durch Filtration abgesondert wird, und schwe-felsaures Natron nach der Krystallisation des phosphorsaurenNatrons in der Mutterlauge verbleibt. Da die Phosphorsäureaus den Knochen, deren Bereitung wir schon im I. Th. S. 377u. f. besprochen haben, ein äusserst billiges Präparat ist, sowird man ihr bei der Darstellung grösserer Mengen phosphor-sauren Natrons auch unbedingt den Vorzug ertheilen. Ueber dieoben gegebene Vorschrift der Ph. Hamb. wäre nur noch zubemerken, dass gewöhnliche Knochen, wie sie in der Haus-wirthschaft gesammelt werden und welche man mit Holz durch-schichtet in der ersten besten Feuerung weiss gebrannt hat,das weissgebrannte Hirschhorn vollständig vertreten. Fernerist es gut, die nach der Vorschrift der Ph. Hamb. gewonneneKnochenphosphorsäure in einem irdenen Gefässe in einer Ofen-röhre oder im Sandbade stark zu erwärmen und no5h heissmit dem kohlensauren Natron, welches genügend durch diekäufliche krystallisirte Soda vertreten wird, zu übersättigen. Fswird dadurch nicht allein die Austreibung der Kohlensäure,sondern auch die völlige Abscheidung der Kalkerde befördert.Beobachtet man diese Vorsicht nicht, so scheiden sich Kalk-salze während des Eindampfens der Salzlösung ab. Nach Ver-werfung der letzten Mutterlauge, welche heben färbenden Thei-len besonders schwefelsaures und kohlensaures Natron enthält,werden die gesammelten Krystalle nochmals in 2 Th. heissemWasser gelöst, die Dösung heiss filtrirt, oder wenn sie klar ist,durch Leinwand kolirt und zur Krystallisation einige Tage aneinen kalten Ort gestellt. Die Mutterlauge wird so oft zur Kry-stallisation gebracht, als ungefärbte von kohlensaurem undschwefelsaurem Natron freie Krystalle gewonnen werden.