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2 (1857)
Entstehung
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405
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das in kleine Stücke zerschlagene kohlensaure Natron (Soda) in gemauer-ten Kammern auf Rahmen oder Hürden, welche mit lose gewebter Lein-wand bespannt und in vertikalen Reihen übereinander aufgestellt sind,in 3 bis 4 Zoll dicken Schichten ausgebreitet. Der Boden der Kammerist mit Steinplatten ausgelegt und nach der einen Seite geneigt, um dieam Boden sich ansammelnde Flüssigkeit, welche aus T B CT des aus demkohlensauren Natron abgeschiedenen Krystalhvassers und gelöstem koh-lensauren Natron besteht, durch eine Oeffnung in ein mit Blei ausge-kleidetes Fass zu leiten. Jede untere Hürde ist gegen die obere durcheine Art Dach von dünnem Metallblech geschützt, von welchem die obenabtröpfelnde Flüssigkeit an den Seiten abzufliessen gezwungen wird. Indiese Kammern, von welchen mehrere durch Röhrenvorrichtungen miteinander verbunden sind, wird die Kohlensäure geleitet. Das Trocknendes erzeugten doppelt kohlensauren Natrons geschieht in gelind erwärm-ten und mit Kohlensäuregas angefüllten Trockenstuben oder in densel-ben Kammern, durch welche ein anhaltender Strom trocknes und bisauf 40° C. erwärmtes Kohlensäuregas geleitet wird. Die Kohlensäureentwickelt man entweder aus Kalkstein oder Magnesit mittelst Salz- oderSchwefelsäure oder durch Gährung zuckerhaltiger Flüssigkeiten z. B. desMostes. Auch die Kohlensäure von Mineralwässern und die an manchenOrten aus der Erde ausströmende Kohlensäure wird verwendet MancheKalksteine und Kreidearten sind nicht zur Kohlensäuregasentwickelungbrauchbar, indem sie ein stinkendes Kohlensäuregas ausgeben, welchesunverändert mit dem Natron sich verbindet und von diesem in dersel-ben Beschaffenheit beim Behandeln mit Säuren wieder abscheidet.

Bei Darstellung des doppeltkohlensauren Natrons im Klei-nen wendet man hölzerne, mit Blei ausgeschlagene oder thö-nerne Gefässe an. Mohr empfiehlt, wenn man die Kohlensäureaus Kalkstein mittelst Salzsäure abscheidet, Entwickelungsap-parate, welche nach dem Princip der Wasserstoffzündmaschi-nen konstruirt sind. Dem Anscheine nach sind diese Apparateganz gut, in der Praxis aber sind sie wenig brauchbar. Fol-gender Apparat dürfte zweckentsprechender sein. Derselbe be-steht aus 4 Gelassen, von welchen a und m, auch wohl v thö-nerne Ge-

fasse sind.b b ist einhölzernesmitBIei aus-geschlage-nes Fass miteinem aus 2Stücken be-stehendem Deckel. Der Deckel i i besteht aus Blech und hatin seine Mitte eine Oeffnung, welche mit dem Deckel d dicht