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wohlfeilere Sorte kommt aus Sibirien über Russland und auchEngland zu uns. Die Beutel dieser Sorte sind gemeinlich vonder Grösse eines halben, der Länge nach geschnittenen Hüh-nereis und darüber, mehr länglich als rund, meist von bir-nenförmigem Umfange oder an der Ruthenseite zugespitzt,im Verhältniss zu ihren Längs- und Breitedimensionen fla-cher und von nicht aufgedunsenem Ansehen, oft sogarmit schrumpflicher oder faltiger Oberfläche. Die äussere Hautist dichter und härter und auf der konvexen Seite mit länge-ren (bis zu 1 Zoll Jangen, fast silberfarbenen oder bräunlichen)Haaren besetzt. Diese Haare sind aber sehr häufig nach demRande des Beutels so abgeschnitten oder abgeschoren, dass dieBeutel den Tonkinischen ähnlich sind. Der Absonderungska-nal liegt der Peripherie näher, als an den Tonkinischen Beu-teln. Die von der Beutelhaut eingeschlossene Moschussubstanzist heller, mehr braun oder gelbbraun und körnig pulverig, demgemahlenen gebrannten Kaffe ziemlich ähnlich. Der Geruchist schwach, widrig, dem des Bibergeils und Pferdeschweissesähnlicher. Dieser Moschus darf nicht dispensirt werden. Aucher wird häufig genug verfälscht angetroffen.
3. Der Bengalische Moschus, Moschus Bengalensis,kommt seltner in den Handel. Er kommt über Bengalen zuuns. Die Beutel sind den Tonkinischen sehr ähnlich, gemein-lich aber grösser und mit rothbraunen, nur an dem Rande desBeutels weisslichen Haaren besetzt. Der Geruch der Moschus-substanz ist schwächer und dem der Sibirischen Sorte ähnlich,
4. Der Buch arische Moschus, Moschus Bucharicus,ist selten. Er besteht in kleinen ungefähr wallnussgrossen run-den Beuteln, welche mit gelbröthlichen Haaren besetzt sind.Die äussere Haut hat eine grauschwarze Farbe. Der Geruchder Moschussubstanz ist sehr schwach.
5. Moschus ex vesicis soll der aus dem TonkinschenBeuteln genommene Moschus sein. Gewöhnlich ist er die ausden schlechtaussehenden, zerstossenen oder aufgerissenen gu-ten Beuteln und den Beuteln der schlechteren Sorten genom-mene und gemischte, häufig noch mit fremdartigen Stoffen (ßan-guis Hirci) verfälschte Moschussubstanz. Sie darf auch nichtdispensirt werden.
Die Bestandtheile der Moschussubstanz sind verschieden an Qualitätund Quantität. Sie sind wenig gekannt. Ein guter Moschus enthältdurch Wasser ausziehbare (30 bis 50 Proc), mit höchstreklif. Weingeist