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2 (1857)
Entstehung
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380
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ausziehbare (6 bis 8 Proc ) Stoffe, fettartige Substanz, Wachs, Gallen-stoffe (in Summa 10 bis 12 Proc), Leimsubstanz und Eiweissstoff (6 bis9 Proc), Spuren Milchsäure, phosphorsaure, schwefelsaure, salzsaureSalze der Alkalien und alkalischen Erden, Spuren freien Amnions und einesflüchtigen Oels, Feuchtigkeit, Humussubstanz, Faserstoff.

Der Moschus verdankt, wie es scheint, seinen Geruch einer eigen-thümlichen Selbstentmischung (Fäulniss) einiger seiner Bestandteile.Getrocknet hat er einen schwachen Geruch, welcher allmählig stärkerhervortritt, wenn er angefeuchtet wird. Oft hat es den Anschein, als obder Geruch durch einen Gehalt von freiem Ammon bedingt sei, dennbeim Vermischen mit fremden Stoffen, besonders sauren, verschwindetder Geruch, derselbe tritt aber wieder beim Zufügen einiger TropfenAetzammon kräftig hervor. Der Moschusgeruch verschwindet beim Zu-sammenmischen des Moschus mit vielen schwefelsauren und anderenMetalisalzen, mehr oder weniger tilgen den Geruch auch Sulfaurat, Blau-säurehaltige Stoffe, Kamfer etc.

Einkauf,Trocknen undAufbewahrung. Der Moschusex vesicis darf nicht gekauft werden, deflh er ist niemals eineächte Waare. Schmutzige, dunkle, wenig hehaarte oder durchAbreiben enthaarte, an irgend einer Stelle absichtlich durch-bohrte, zusammengeleimte oder genähte Beutel, so wie auchsolche, deren Ausgangskanal sehr weit ist und deren konvexebehaarte Fläche kleiner ist als die unbehaarte oder an denendie behaarte, konvex sein sollende eher flach, die eigentlicheflache unbehaarte Seite aber konvex ist, sind im Allgemeinenmit Misstrauen zu betrachten. Wie es scheint, werden die gu-ten Beutel besser eingepackt und behutsamer behandelt, als dieschlechten Sorten. Beutel, die sich sehr weich oder feucht an-fassen, sind gleichfalls zu verwerfen. Durch Legen an einenfeuchten Ort oder Eintauchen in Wasser sucht der Kaufmanndas Gewicht zu vermehren oder das durch Austrocknen Ver-lorengegangene zu ersetzen. Der eingekaufte Beutel wird introckene Blase eingebunden aufgehoben. Um ihn zu öffnenschneidet man mit einem scharfen Federmesser die unbehaarte(flache) Seite rund um an der anstossenden behaarten Seiteab und leert den Beutel durch Auskratzen über einem glattenPapierbogen. Mittelst einer Pincette werden nun die Häutchenund Härchen abgesondert und die reine Moschussubstanz zueinem groben Pulver zerrieben, welches in gläsernen Fläsch-chen aufbewahrt wird. Sie lässt sich sehr schwierig zu einemfeinen Pulver zerreiben. Viele Apotheker zerreiben ihn dahermit trocknem Milchzucker zu einem mittelfeinen Pulver undschlagen ihn durch ein kleines Handsieb. Eine solche Mischung