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2 (1857)
Entstehung
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378
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aus der Moschussubstanz wenig auf, bleiben klar und werdennur sehr schwach bräunlich gefärbt. Mit Wasser gemischt wirdder Weingeistauszug kaum getrübt. Wasser und schwacherWeingeist lösen dagegen einen grösseren Theil auf und färbensich stark braun. Die wässrige oder schwach weingeistige Lö-sung darf durch Bleiacetatlösung höchstens eine leise Trübung,aber keine Fällung erleiden. Hiermit ist so ziemlich die che-mische Untersuchung auf Beimischungen animalischer harzigerurinöser und ähnlicher Stoffe abgeschlossen. Die mechanischePrüfung geschieht durch Zerdrücken, Zerreiben, Loupe undPincette. Sie ist eine unerlässliche. Verfälschungen der Mo-schussubstanz, welche man aufgefunden hat und sowohl durchChinesische wie Europäische Gauner gemacht werden, sind:Bleistückchen, Schrotkörner, Sand, halbverkohltes Fleisch, ge-trocknetes Blut, Vogelmist (Guano), Asphalt, Benzoe, Storax,Gewürzstoffe, eingetrocknete Pflanzensäfte, Katechu, dann Mo-schussubstanz aus schlechten und Häute aus anderen Beuteln.Diese Betrügereien werden so künstlich und in so täuschenderForm angebracht, dass sie nicht selten dem Kenner entgehen.Der Inhalt der Beutel von schönem äusseren Ansehen ist imAllgemeinen seltener verunreinigt und verfälscht als der derunansehnlichen abgeriebenen (enthaarten) schmutzigen Beutel.Auch der geschickteste und erfahrenste Pharmaceut ist nichtimmer im Stande, sich beim Moschusankauf vor Betrug zuschützen. Eine der gröbsten Betrügereien, welche auch bei unsin Europa praktisirt wird, ist die den Moschusbeutel ganz oderauch mit einigen Nadelstichen durchbohrt ein Paar Tage instarkem Rum oder einen schwachen Weingeist zu legen undmit den Fingern zu drücken, ihn dann mit etwas Weingeistabzuwaschen, an der Luft zu trocknen und ihn hierauf denApothekern als gute und billige Waare anzupreisen. Der Be-trüger gewinnt dadurch, dass die Flüssigkeit in den Absonde-rungskanal eindringt, eine mit dem Moschusgeruch geschwän-gerte und für Parfümeriezwecke geeignete Tinktur und dieMoschussubstanz nimmt durch Aufnahme der Feuchtigkeit biszu 40 Proc. an Gewicht zu. Solche Beutel sind oft recht knor-rig und uneben, so dass man sie bald erkennt, wessen GeistesKinder sie sind. Wenn man Moschusbeutel kauft, so wähleman auch möglichst ovale und glatte.

2. Der Kabardinische, Sibirische oder Russische Mo-schus, Moschus Sibiriern s. Cabardinicua. Diese geringere und