Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
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377
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gend, den Absonderungskanal mit ihren sich kreuzenden Spitzenbedeckend. Die übrigen den Umfang der konvexen Seite be-kleidenden Haare sind heller oder weisser und haben meist dasAussehen, als seien sie in ihrer Mitte abgeschnitten. Sie sindhohl oder mit einem schwammigen Marke ausgefüllt, borsten-artig, an ihrem unteren aufsitzenden Ende spitz zulaufend unddünn. Die am äussersten Rande der konvexen Seite stehen-den Haare sitzen sogar mittelst eines äusserst feinen Stielchensauf der Haut fest. Der behaarte Theil des Beutels nimmt einegrössere Fläche ein als der flache unbehaarte Theil. Die in-nere Haut, welche an der äusseren Haut des Beutels nicht sehrfest sitzt, ist dünn, durchscheinend, mehr oder weniger geädertund dunkelbraun , bei frischeren Beuteln auch hellbraun. Sielässt sich ohne Schwierigkeit absondern und bedeckt die Mo-schussubstanz zunächst. In Wasser aufgeweicht lässt sich dieseHaut in 2 Schichten sondern. Die Moschussubstanz ist einenicht glänzende, beim Anfühlen trockne, von kleinen weichendünnen braunen, etwas durchscheinenden Häutchen oder Haut-stücken ohne allen Zusammenhang locker durchzogene undtheils damit umhüllte, häufig mit kleinen Härchen vermischte,zum Theil lockere krümliche, zum Theil aus mehr oder weni-ger rundlichen, häufig auch eckigen, doch nicht scharfkantigen,weichen oder härteren, nicht zusammenhängenden Klümpchenund Körnern bestehende Masse von schwarzbrauner oder röth-lich dunkelbrauner Farbe. Oft ist sie noch weich und etwasschmierig. Beim Reiben wird sie heller an Farbe und es zei-gen sich schimmernde harzähnliche hellere graue oder weiss-gelbliche Partikel, mitunter von krystalliniscber Textur. DerGeruch der Moschussubstanz ist ein eigenthümlicher starkerund lange anhaltender und nur in sehr grosser Verdünnungweniger unangenehm. Der Geschmack ist etwas bitter undscharf. Der Moschus ist keine Substanz von konstanter che-mischer und physischer Beschaffenheit. Es hat dies seinen Grundin dem Alter, der verschiedenen Nahrung des Moschusthieres,auch in der Jahreszeit, in welcher es getödtet wird.

Prüfung der Moschussubstanz. Beim Erhitzen und Ver-brennen auf dem PJatinble'-he exhalirt die von den Häuten undHärchen befreite Moschussubstanz nicht den empyreumatischenGeruch verkohlender thierischer Substanzen, wie Blut, Fleisch,Haare etc. Die hinterbleibende Asche ist sehr gering (5 bis10 Proc). Absoluter Weingeist und auch Terpenthinöl nehmen