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2 (1857)
Entstehung
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376
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Dieses ungefähr gegen 3 Fuss lange, einem halbjährigenEehe ziemlich ähnliche Thier bewohnt die waldigen Gebirgs-gegenden des mittleren Asiens, besonders in Sibirien, der Tar-tarei, China, Tbibet. Es ist wahrscheinlich, dass nicht alleindiese Species, sondern auch andere (z. B. Moschus Allai-cus Esrhscholli, Moschus K inchif Ruf. und Moschus Jn-vanicus Pallas) Moschus liefern. Nur bei den Männchen die-ser Thiere findet man in der Mittellinie des Bauches zwischendem Nabel und der Ruthe, dieser letzteren jedoch näher, einenhervorragenden, den Moschus einschliessenden Beutel (Balg).Derselbe ist ein eirunder Sack, der mit seiner oberen fast ebe-nen Fläche an den Bauchmuskeln sitzt. Seine untere Flächeist konvex. In der Mitte dieser letzteren, jedoch mehr nachder Nabelgegend zu, findet man einen 1 bis l l / a Linien langenund 1 Linie breiten Kanal, welcher zur Entleerung der Mo-schussubstanz (bei der Begattung) bestimmt ist. Es ist diesder Ausführungsgang oder Absonderungskanal. Den nach demNabel zu liegende Beuteltheil nennt man seine Nabelseite, denanderen Theil die Ruthenseite. Der Absonderungskanal liegtder Nabelseite näher.

In dem Handel unterscheidet man mehrere an Güte sehrvon einander abweichende Moschussorten.

1. Der Tonkinesische, Thibetanische oder orientali-sche Moschus, Moschus Tunquinensis S. oritnfulis s. Trans-gungetanus, ist die vorzüglichste und auch olficinelle Sorte. Siewird aus China, Tonkin, Thibet über England, Holland undHamburg zu uns gebracht und besteht in ganzen (ungeteilten),mehr runden als länglichen, verschieden grossen, höchstensbis zu 1% Zoll langen, l>/ a Zoll breiten und 4 / 5 Zoll dicken,also etwas flachgedrückten, auf der einen Seite konvexen, aufder anderen flachen, oft unebenen, und daher zuweilen etwas kon-kaven, 4 bis 12 Drachm. schweren Beuteln, von aufgeschwol-lenem oder aufgedunsenem Ansehen. Ihre Grösse undGestalt gleicht ungefähr einer der Länge nach abgeschnittenenHühnereihälfte. Die Beutelhülle besteht aus einer doppeltenHaut. Die äussere Haut ist graubraun, auf der konvexen Seitedes Beutels mit dicken weisslichen, weissgelblichen oder grau-braunen Haaren besetzt. Diese Haare sind in der Region desAbsonderungskanals und von hier aus nach der Rutenseite be-sonders dünner und feiner und stehen um den Absonderungs-kanal nach der NabeJseite zu sternförmig konvergirend anlie-