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2 (1857)
Entstehung
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375
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Seife konvexen , auf der anderen fast flachen Beutel abge-sondert und eingeschlossen. Auf der konvexen Seite ist derBeutel mit Haaren, welche in der Mitte wirtelartig stehen,besetzt. Die Beutel befinden sich in der Nähe der Geschlechts-theile des männlichen Moschusthieres, Moschus moschifer L.,eines auf den Bergen des mittleren Asiens einheimischenSäugethieres. Sie werden ausgeschnitten, daher auf dereinen Seite Spuren eines Absonderungskanals sichtbar sind,und getrocknet zu uns gebracht.

Der Tunquinensische Moschus, welcher aus Tibet undChina gebracht wird, muss genommen werden. Die Beuteldesselben sind so gross wie ein Hühnerei, auch noch klei-ner, aussen mit kurzen steifen, meist bräunlichen Haarenbesetzt, innen mit einer dünnen braunen Haut bekleidet. DerKabardinische Moschus in grösseren, die Grösse einesHühnereies übersteigenden Beuteln, welche immer mit länge-ren weissgrauen Haaren besetzt sind, ist gänzlich zu ver-werfen, ebenso der aus den Beuteln schon genommene, dersogenannte Moschus ex vesicis.JPll. HttHtb. Nur allein der Tunquinensische Moschussoll genommen werden. Die Beutel desselben sind kugel-förmig, entweder von der Grösse eines Hühnereies oder klei-ner, auf der einen Seite konvex, auf der anderen konkav,auf der konvexen Seile mit kurzen steifen, meist bräunlichen,gegen den Absonderungskanal konvergirend strahlig liegen-den Haaren besetzt und innen mit einem dünnen durchschei-nenden braunen Häufchen bekleidet. Die Moschussubstanzmuss körnig krümlich, braunschwärzlich sein, von eigmfhiim-lichem starken Gerüche und durchdringendem, gewürzhaftbitterlichen, jedoch nie salzigen Geschmacke. Sie ist inWeingeist wenig, in Wasser zum grösseren Theile löslich.Verworfen werde der Kabardinische Moschus, welcherin grösseren, mit weissgrauen längeren Haaren besetztenBeuteln eingeschlossen ist. Er ist härter, trockner, geringerund schwächer von Geruch. Der aus den Beuteln genom-mene, oft verfälschte sogenannte Moschus ex vesicis darfnicht gekauft werden.

Nota. Der Moschus verliert manchmal mit einigen Eläo-sacchern, besonders mit Goldschwefel zusammengerie-ben mehr oder weniger seinen Geruch. In der letz-teren Mischung wird der speeifische Moschusgeruchdurch Zumischen von etwas Aetzammonflüssigkeit so-gleich wieder hervorgerufen.Pli. Haon., Sax., Sl. Mols.

Mogelius moschifer s. moaclttferua Linn. Moschusthier.

Mammalia (Säugethiere;. Ord. Bisulca (Zweihufer).

Famil. Capreoli (Rehthiere).

Schreb. T. 242. Brandt & Ratzeburg. Getr. Darst. d. Th. Hft.U.Taf.7.