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2 (1857)
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ber zurückbleiben. Die hierbei gewonnene Bleiglätte wird mit KoMewieder reducirt (Glättefrischen). Das Blei ist ein blaugraues, sehr wei-ches, abfärbendes Metall, welches sich nicht zu feinem Drathe auszie-hen lässt. Es schmilzt bei 320° und kocht in der Weissglühhitze Spec.Gew. 11,4. Blei verbindet sich in 4 Verhältnissen mit Sauerstoff.

Bleisuboxyd, Pb 2 0, bildet sich in Form einer grauen Haut beimLiegen oder Schmelzen des Bleies an der Luft. Man gewinnt es alsein schwarzes Pulver durch behutsames Erhitzen von oxalsaurem oderchlorsaurem Bleioxyd bei abgehaltener Luft. Beim Glühen an der Luftoxydirt es unter Verglimmen und wird zu Bleioxyd.

Bleioxyd, PbO. Man gewinnt dasselbe rein durch gelindes Glü-hen des kohlensauren oder Salpetersäuren Bleioxyds oder auch desOxalsäuren Bleioxyds bei Luftzutritt. Es ist ein gelbes oder gelbröth-liches Pulver, welches sich beim jedesmaligen Erhitzen braunroth färbt,beim starken Rothglühen schmilzt und beim Erkalten zu einer aus Kry-stallschuppen bestehenden Masse erstarrt. Das geschmolzene Bleioxydist die Bleiglätte. Das spec. Gew. desselben ist 9,5. Es krystallisirt un-ter verschiedenen Verhältnissen theils in gelben Rhombenoktaedern odersechsseitigen Tafeln, theils in rothen Würfeln. Es ist also dimorph.Auch lässt es sith amorph als ein rothgelbes Pulver durch Auflösen desBleioxydhydrats in schmelzendem Natronhydrat und Auswaschen der er-kalteten Masse mit Wasser darstellen. Geschmolzenes Bleioxyd krystal-lisirt beim Erkalten in Schuppen, welche aus dem Innern der erstarren-den Masse hervortreten. Kohle, Kohlenoxydgas und Wassersto/Fgas re-duciren das Bleioxyd bei schwacher Glühhitze. Mit Wasser bildet es einHydrat =3PbO,HO. Es wird erhalten, wenn man eine Lösung des es-sigsauren Bleioxyds mit Aetzammon im Ueberschuss versetzt, so dassein bleibender Niederschlag entsteht. Das Hjdrat ist ein aus wasserhel-len 4seitigen Krystallen bestehendes Pulver, welches alkalisch reagirtund in 12,000 Th. Wasser löslich ist. Es bildet sich auch , wenn me-tallisches Blei, besonders durch Zink gefälltes mit Wasser in kohlen-säurefreier Luft öfters befeuchtet wird. Auf diese Weise kann man esam reinsten darstellen. Beim Fällen aus seinen Salzlösungen mit Alka-lien fallen zugleich basische Bleioxydverbindungen nieder. Beim Er-hitzen über 100° verliert das Bleioxydhydrat sein Wasser. Aus der Luftzieht das Bleioxyd Kohlensäure an. Auch aus seinen Auflösungen wirdes durch Aufnahme der atmosphärischen Kohlensäure als kohlensauresBleioxyd abgeschieden. Von den Alkalien wird es aufgelöst. Eine Ver-bindung von Kalk und Bleioxyd erhält man in nadeiförmigen Krystallen,wenn Kalkmilch mit Bleioxyd gekocht und die Auflösung bei Abschlussder Luft verdampft wird. Die Auflösung derselben in Wasser wird zumSchwarzfärben der Haare benutzt. Die Schwärzung geschieht hier durchBildung von Schwefelblei Bleioxyd schmilzt sehr leicht und löst imgeschmolzenen Zustande begierig Kieselsäure. Es ist ein Bestandtheildes Kristallglases, Flintglases, der Töpferglasuren etc. Das kieselsaureBleioxyd oder Bleiglas übt eine farbenzerstreuende Wirkung aus, wess-halb es auch zu allen achromatischen Gläsern verwendet wird. Es istauch ein Bestandtheil in der Grundmasse der künstlichen Edelsteine,dem Strasse. Eine Mischung aus 2 Th. präp. Bleiglälte, 1 Th. feinge"