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glätte ist die sogenannte Englische, welche durch Oxydationvon reinem Bleimetall in England, Schlesien, Oestereich u. a. O.dargestellt wird. Diese Bleiglätte eignet sich vorzugsweise fürden pharmaceutischen Gebrauch. Die präparirte Bleiglätte desHandels ist selten eine gute Glätte und muss beim Einkaufderselben stets eine Prüfung damit vorgenommen werden. Mitverdünnter Schwefelsäure digerirt, muss sie eine Flüssigkeitausgeben, welche frei von Kupfer und Eisen sein soll. Mitverdünnter Aetzammonflüssigkeit kann man das Kupfer aus dergepulv. Glätte ausziehen. Die Bleiglätte darf auch nicht zu-viel kohlensaures Bleioxyd, entstanden durch Aufnahme vonKohlensäure aus der Luft, enthalten , welches man beim Ue-bergiessen mit Säuren an dem Aufbrausen erkennt. Durchschwaches Glühen in einem eisernen Topfe wird sie entkohlen-säuert. Dies kann zwar auch schon durch eine geringere Hitzebewerkstelligt werden, es bildet sich aber dann leicht Mennige,welche Beimischung die Bleiglätte zu vielen Zwecken unbrauch-bar macht. Sehr hänfig verkaufen die chemischen Fabrikeneine reine präparirte Bleiglätte, welche durch Erhitzen des alsNebenprodukt gewonnenen kohlensauren Bleioxyds gewonnenwird und gemeinlich in Folge einer ungenügenden Erhitzungviel Mennige enthält. Ein solches Präparat erschwert die Dar-stellung des Bleipflasters und eignet sich nicht zur Bleiessig-bereitung. Die Mennige bleibt beim Auflösen der Glätte inkonc. Essige als unlöslicher Rückstand.
Massikot (Bleigelb oder Neugelb) ist ein käuflichesBleioxyd, welches durch Erhitzen von Blei bei einer solchenTemperatur dargestellt wird , bei welcher das Bleioxyd nichtschmilzt und einen gelben oder hellgelbrothen Farbenton er-langt. Wegen seines Mennig-Gehaltes eignet es sich nicht fürdas pharmaceutische Laboratorium.
Das Blei, Plumbum, ist eines der am frühesten gekannten Metalle.In der Natur kommt es gediegen selten und sehr sparsam vor, viel aberin Verbindung mit Schwefel als Bleiglanz (PbS) und auch als Oxyd inVerbindung- mit Säuren, mit Kohlensäure als Weissbleierz, mit Phosphor-säure als Grünbleierz, mit Chromsäure als Rothbleierz etc. Man ge-winnt es aus dem Bleiglanz durch Rösten desselben und Schmelzen desauf diese Weise oxydirten Erzes mit Kohle und Kalkzuschlag oder durchSchmelzen des gerösteten Erzes in Schachtöfen. Auch durch Schmel-zen des Bleiglanzes mit Eisen wird Blei gewonnen iNiederschlagarbeit.PbS und Fe geben FeS und Pb). Gold - und Silberhaltiges Werkbleiwird auf Treibherden (s. unter Ar gen tum) oxydirt, wobei Gold und Sil-