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tigt und dann die Lösung des 2fach chromsauren Kalis von dem ausge-schiedenen schwefelsauren Kali abgegossen.
Kali carbonicum crudum.
Cineres clavellati (crudi), Carbonas kalicus crudus; Carbonate
de Potasse cru, Potasse; Pearlaah, impvre Potash; Pottasche,
rohes kohlensaures Kali.
PIl. Bor. Eine dichte, an der Luft zerfliessende, treissliche,mit Säuren aufbrausende Salzmasse von laugenhaftem Ge-schmacke, welche aus Kali, Kohlensäure und W asser be-steht und schtcefelsaures Kali, Chlorkalium, Kieselerde, Alaun-erde und auch Mrtalloxyde beigemischt enthält. Sie ent-halte wenigstens 70 Proc. reines kohlensaures Kali. DiePottasche wird an verschiedenen Orten sowohl in Europaals auch im nördlichen Amerika aus Holzasche bereitet.
Pb. llaml).. Ilniui.. Sux., §1. Hol*.
Die Asche (Holzasche) enthält neben dem Hauptbestandtheile, demkohlensauren Kali, schwefelsaures und kieselsaures Kali, Chlorkalium,Chlornatrium, kohlensaure, phosphorsaure und schwefelsaure Kalkerde,Bittererde, Kieselerde, Eisenoxyd und Manganoxyd. Die Gewinnung derPottasche in grösster Menge findet da statt, wo das Holz einen geringenWerth hat, wie in Russland, lllyrien, Ungarn, Nordamerika. In einigenwenigen Gegenden wird auch die Asche der Kräuter, des Laubes, klei-ner Sträucher zu Pottasche verarbeitet. Das trockne Holz Kraut Laub etc.wird in Gruben zu Asche gebrannt und diese in hölzernen Bottichen(Aescher), welche einen doppelten Boden haben, auf welchem mittelstStroh ein unvollkommenes Filter hergestellt ist, ausgelaugt. Um konc.Lösungen zu gewinnen , werden die dünneren Laugen zum Auslaugenfrischer Asche verwendet Das Eindampfen der Lösungen wird in fla-chen eisernen Pfannen ausgeführt, bis sie dickflüssig (gaarj gewordensind und eine herausgenommene Probe krystallinisch erstarrt. Bei mas-sigem Feuer wird nun ausgetrocknet und so die rohe Pottasche ^derFluss) als eine braune, bis zu 10 Proc. Wasser haltende Masse gewonnen.Die braune Farbe der Masse hat ihren Grund in den beigemischten or-ganischen Stoffen. Um nun diese zu zerstören und das anhängende Was-ser zu entfernen, wird die braune Masse in Flammenöfen (siehe unterKatrum. carbonicum) geglüht. Zuerst giebt man eine schwache Hitze, umdas Wasser zu verjagen, erhöht dieselbe aber dann soweit, dass die fär-benden organischen Substanzen verbrennen, ohne dass die Masse schmilzt.Diese wird während dieser Operation mit eisernen Krücken umgerührt. Diecalcinirte Pottasche (cineres clavellati) wird nach dem Erkalten alsbald inFässer eingeschichtet. In neuerer Zeit werden auch die Rückstände derBranntweinbrennereien aus Zuckersyrup, der sogenannten Melasse derRübenzuckerfabriken, zur Bereitung von Pottasche benutzt. Der beträcht-liche Kaligehalt des Rübensaftes, welcher in die Melasse übergeht undnach dem Verarbeiten derselben auf Weingeist in der Schlempe hinter-