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bleibt, wird durch Eintrocknen und Kalcination der Schlempe als Pott-asche gewonnen. In den Weinländern werden auch die in den Wein-fässern sich absetzenden Hefen (welche viel Weinslein enthält), Weintres-tern und Traubenkämme eingeäschert und auf Pottasche verarbeitet —Was die Pflanzenasche als kohlensaures Kali enthält, findet sich in denPflanzen als Verbindungen des Kalis mit organischen Säuren, wie Klee-säure, Weinsteinsäure, Essigsäure etc. (s. Th. 1 S. 1S6U In der Glüh-hitze werden die organischen Säuren zersetzt und das Kali bleibt mitKohlensäure verbunden zurück. Im Allgemeinen geben junge oder saft-reiche Pflanzen und Pflanzentheile die grosseste Aschenmenge, und Kräu-ter eine grössere als Holzgewächse. Die Aschenmenge der Hölzer be-trägt durchschnittlich 2 bis 3 Proc, der Gehalt der Asche an kohlens.Kali durchschnittlich 15 Proc. Das Kali nehmen die Pflanzen aus demBoden auf.
Von der gewöhnlichen Pottasche muss man wohl die Amerika-nische oder rothe Pottasche unterscheiden. Diese gewinnt mandurch Vermischen (Kausticiren) der Asche mit Aetzkalk, Eindampfen derLauge, Glühen etc. Sie zeichnet sich daher durch einen Gehalt an kau-stischem Kali aus. Durch eine geringe Beimischung von Eisenoxyd istsie rölhlich gefärbt. Interessant ist die Darstellungsweise des kohlen-sauren Kalis bei der VVeinsleinsäurefabrikation in England. Der Wein-stein wird mit Kreide gesättigt, hierauf mit Kalkmilch versetzt und dasGemisch mit Kohlensäure übersättigt. Auf diese Weise gewinnt manweinsteinsaure Kalkerde und 2fach kohlensaures Kali, welches durchEindampfen und Trocknen in lfach kohlensaures Kali verwandelt wird.Auch wird schwefelsaures Kali mittelst Kohle reducirt, der Rückstand inWasser gelöst mit etwas 2fach kohlens. Kali versetzt und auf kohlen-saures Kali verarbeitet. Vergl. hierüber auch unter Kali carbonic. pur.
Im Handel unterscheidet man verschiedene Sorten. Fürdas pharmaceutische Laboratorium sind besonders die Illyri-sche und Amerikanisch e oder Perl-Asche geeignet. Mit-telgute Sorten sind die Danziger oder Russische, die Un-garische, die Polnische. Bezeichnungen für schlechtereoder bessere Waare sind: Braksbrak, Brak, Kronpottasche, ma-gere Pottasche, Schlytenasche, Waid- oder Weedasche etc. DieseSorten enthalten neben kohlens. Kali grössere oder geringereMengen kaustisches Kali, schwefeis. Kali, Cblorkalium, Kie-selerde, unlösliche erdige Substanzen, Wasser. Einige enthal-ten sogar etwas Jod, wie z. B. die aus Runkelrübenmelasse.Durch geringe Mengen Eisenoxyd und Manganoxyd sind sieröthlich oder bläulich gefärbt. Eine gute Sorte Pottasche mussmöglichst weiss und trocken sein, an der Luft schnell feuchtwerden, in 4 Th. Wasser sich zum grössten Theile lösen undmit Säure übergössen heftig aufbrausen. Folgende Tabelle ent-hält die Resultate aus einigen Pottaschenanalysen.