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2 (1857)
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132
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masse wird noch warm in ein gläsernes Gefäss gebrachtund in demselben gut verstopft aufbewahrt. Es soll ein sehrweisses kristallinisches, fast neutrales Pulver sein.

PI). IIa Dil», lässt die Saturation des gereinigten Poltaschen-kalis mit konc. Essige bis auf den drillen Theil eindampfen,nach dem Erkalten dekanfiren, filtriren, trenn es nöthig ist,mit konc. Essige bis zum schwachen Vorwalten neufralisirenund bei gelinder Wärme in einem porcellanenen Gefässe zurTrockne eindampfen.

PIl. II»llll>. Sa*., gl. Ilolg. Die bis auf ein Drittel ein-gedampfte Saturation des gereinigten oder reinen (_Ph. Sa&.JKalicarbonais mit konc. oder verdünntem oder dettillirtem(Ph. Hann.J Essige wird mit dem Pulver frischgebrannterKohlen gekocht oder durch selbes flltrirt (Ph. Sax."), mitkonc. Essige nachträglich neulralisirt und eingedampft.

Die Verbindung der Essigsäure mit Kali kannte schonPlinius (im ersten Jahrb. nach Chr.) Gegen Ende des vorigenJahrhunderts gaben Buchholz und Döiffurt Verfahren an, dasKaliacetat aus dem Bleiacetat durch Zersetzung mittelst koh-lensauren oder schwefelsauren Kalis darzustellen.

Die oben gegebenen Vorschriften zur Darstellung des Kalia-cetats weichen unwesentlich von einander ab. Die eine Phar-makopoe lässt gereinigtes Pottaschenkali, die andere reines koh-lensaures Kali mit reinem konc. oder mit destill. Essig satnri-ren. Die Ph. Hamb. lässt die Lösung bis auf '/ 3 eindampfenund erkalten, damit die Kieselsäure, womit das gereinigte koh-lensaure Kali aus der Pottasche stets stark verunreinigt undwelche zum Theil in die Lösung übergegangen ist, sich ab-setze. Die Ph. Bor. lasst alsbald bis zur Trockne eindampfen,weil sie ein fast reines Kalicarbonat anwenden lässt. Die An-wendung eines farblosen konc. Essigs und eines möglichst rei-nen Kalicarbonats ist nur zu empfehlen, wenn man auf kürze-sten und am wenigst umständlichen Wege ein gutes Kaliace-tat herstellen will. Man vermeide bei der Bereitung alle me-tallenen Gerätschaften. Nur dünne Lösungen des Präparatslassen sich, ohne dass eine Verunreinigung mit Kupfer zu be-fürchten ist, in blanken Kupf'ergefässen erhitzen und eindam-pfen. Den konc. Essig giebt man mit der Hälfte Wasser ver-dünnt in ein reines Gefäss und setzt unter Umrühren mit ei-nem Glasstabe das Kalicarbonat in kleinen Portionen zu, biskein Aufbrausen mehr stattfindet und die Flüssigkeit auf Lack-muspapier nicht mehr verändernd wirkt. Zu den nöthigen