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Aethyljodür, Aether jodhydricus s. hydrojodicus, Aethylumjodatum,C 4 H 5 ,J==AeJ. Sie wird dadurch hergestellt, dass man in einem mit eiskal-tem Wasser umgebenen Kölbchen 7 Drachm. Phosphor mit 36 bis 40Drachm. absolutem Weingeist übergiesst, dazu 23 Drachm. Jod in klei-nen Portionen nach und nach (zu 10 bis 20 Gran) vorsichtig hinzufügt,nach geschehener Reaktion das Flüssige von dem festen Rückstande ab-giesst und aus dem Wasserbade rektificirt. Durch Waschen mit Wasserund Rektifikation über Chlorcaleium und Bleioxyd kann das Jodäthylrein dargestellt werden. Es bildet eine farblose, ätherartig riechendeund stechend süsshch schmeckende, nicht entzündliche Flüssigkeit von1,944 spec. Gew. bei 17]° C., welche bei 72° C. s/edet, auf glühendeKohlen geträufelt einen purpurnen Dampf giebt und sich unter Einflussdes atmosphärischen Sauerstoffs braun färbt. Durch Schütteln mit et-was verdünnter Kalilauge wird es wieder entfärbt. Man bewahrt esunter Wasser auf. Der
Aether joduratus Magendii ist eine Lösung von 6 Gran Jod in2 Drchm. Aether.
Aufbewahrung. Das Jod wird in gläsernen, mit gut-schliessenden Glasstopfen (nicht Korkpfropfen) versehenen undtektirten Flaschen, welche wiederum in ein porcellanenes Ge-fäss gestellt sind, also recht wohl verschlossen an einem küh-len Orte aufbewahrt. Nicht allein wirken die Joddämpfe wiedie Chlor- und Bromdämpfe sehr nachtheilig auf die Gesund-heit, sondern auch die metallenen Geräthschaften, besondersdie Stahltheile an den Wagen werden stark von den Joddäm-pfen angegriffen. Ebensowenig berühre man das Jod mit denblossen Händen und metallenen Löffeln oder Spateln. Die hör-nernen Löffel und Wageschalen, welche mit Jod in Berührunggebracht werden, dürfen nicht feucht sein und müssen zuvormit einem trocknen Tuche abgerieben sein. Das Abwägen grös-serer Jodmengen geschieht am besten an einem luftigen freienOrte. Man hüte sich vor Mischungen des Jods mit Aetzam-mon und kohls. Ammon (vergl, oben bei Jodstickstoff).
Kali aceticuni.
KaO,A; Acetas kalicus, Terra foliata Tartari, Arcanum Tar-tari; Acetate de Potasse; Acetate of Potash; blättrige Weinstein-erde, essigsaures Kali, Kaliacetat.
Pll« llor. Sechs Unz. reines kohlensaures Kali wer-den mit sec/iszehn Unz. oder der ubtkigen Menge Iconc.Essige neu/ralisirt. Nachdem die Flüssigkeit in einemporcellanenen Gefässe im Dampfbade erwärmt und dannfiltrirl ist, wird sie unter Umrühren bei gelinder Wärme£50 bis 60° C.) bis zur Trockne eingedampft. Die Salz-
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