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in den Seetangen, welche eingeäschert werden, stets kleineSeethiere sich befinden, ist in farblosen nadeltörmigen Kry-stallchen beigemischt. Oft findet man es freiwillig Sublimirtin feinen weissen Nadeln an den Wandungen der Jodstandge-fässe. Man weist es dadurch nach, dass man das Jod in Kali-lauge löst, die Lösung eintrocknet und glüht oder mittelst Hin-dnrchleiten von Schwefelwasserstoff das jodsaure Kali in Jod-kalium verwandelt. Man setzt dann eine Eisenchlorürchlorid-lösung hinzu, so lange ein Niederschlag entsteht. Diesen trenntman durch Filtration und löst ihn alsdann in verdünnter Chlor-wasserstoffsaure. Ein grünlichblauer Rückstand ist Eisencya-nürcyanid (Berlinerblau). Die übrigen fixen Verunreinigungenbleiben als Rückstand, wenn man einige Gran Jod in einenProbircylinder schüttet, denselben lose zupfropft und den Bo-den über einer Spiritusflamme gelind erhitzt, bis alles Jod ver-flüchtigt ist. Es ist jedenfalls vorteilhafter das gereinigte Jodeinzukaufen, als das unreine Jod im pharmaceutischen Labora-torium durch Sublimation zu reinigen.
Eigenschaften. Das Jod ist ein auf den thierischenOrganismus äusserst energisch einwirkender Körper von an-haltend scharfem Geschmacke und widrigem Gerüche. Es bil-det chlorähnlich riechende, herb und scharfschmeckende, beigewöhnlicher Temperatur feste, leicht zerreibliche, dem Graphitähnlich metallischglänzende, krystallische Schuppen, Blättchenoder Tafeln, welche im Wasser wenig, in Weingeist, Aether,Chloroform, Schwefelkohlenstoff leicht und auch in fetten Oelenlöslich sind. Spec. Gew. 4,948. Das Jod schmilzt bei 107» C, bei 180°kocht es und verwandelt sich in einen Dampf von dunkelviolelter Farbe,woher es auch seinen Namen erhalten hat [io>S>j^ Veilchen). Spec. Gew.des Dampfes 8,7. Bei langsamer Verdichtung des Dampfes krystallisirtdas Jod in spitzen Rhombenoktaedern. Auf den Organismus wirkt eseingenommen oder eingeathmet energisch und giftig. Es färbt Hautund Papier (vorübergehend) braun Bei gewöhnlicher Temperatur ver-dampft es ziemlich rasch. 7000 Th. Wasser lösen ungefähr 1 Th. Jod,enthält jedoch das Wasser Salpeters oder Chlorwasserstoffs. Amnion oderGerbsäure, so Avird Jod in grösserer Menge gelöst. 3 Gran Gerbsäurereichen hin, um 12 Gran Jod in 6 Unz. Wasser zu lösen. In Schwefel-kohlenstoff, Chloroform, Aether und Steinöl löst es sich je nach seinerMenge mit mehr oder weniger gesättigter röthlichvioletter Farbe. Merk-würdig ist das Verhalten gegen einige ätherische Oele. Einige lösen esnur unvollkommen auf, mit anderen entsteht eine Verpuflfung unter Ent.Wickelung violetter Joddämpfe, wie z. B mit Wachholderbeer-, Sade-baum-, Rosmarin-, Lavendel-, Citronen-, Terpenthinöl (nicht aber mit