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Verarbeiten des Vareks und Kelps erhält, dargestellt Mit Varek undKelp bezeichnet man die Asche, welche durch Einäscherung von See-tangen gewonnen wird. Die an den Küsten der Normandie gewonnenewird Varek, die in Irrland und Schottland gewonnene Kelp genannt.Diese Asche wird wie Barille (vergl. unter Nalrum carb. crud.) darge-stellt, sie unterscheidet sich aber von dieser, dass sie kaum bis zu 2Proc. kohlensaures Natron enthält. Die Lösungen, welche man durchAuslaugen des Vareks erhält, enthalten hauptsächlich Chlorkalium, Chlor-natrium, schwefelsaures Kali und Jodverbindungen. Sie werden in Blei-pfannen eingedampft Bis zu einem gewissen Koncentrationspunkte schei-det Chlornatrium aus. Nachdem dieses mit einem Schaumlöffel entferntist, bringt man die Flüssigkeit in Krystallisationsgefässe, in welchen sichschwefeis. Kali und ein Theil des Chlorkaliums in Krystallen absondert.Die Mutterlauge, welche hier erhalten wird, ist natürlich eine gesättigteLösung der ausgeschiedenen Salze, enthält aber die löslichen Chlor-,Brom- und Jod-Verbindungen von Kalium, Natrium, Magnesium, Cal-cium etc. Da die Mutterlauge durch einen Gehalt von kohlensauremNatron alkalisch ist, wird dieses mit Schwefelsäure gesättigt, dann auf-gekocht und durch Absetzen lassen geklärt. Nun wird Chlorgas hinein-geleitet. Die Jodmetalle werden hierbei durch das stärkere Chlor zer-setzt, Jod wird frei und scheidet sich als wenig löslich grössten Theilsab. Da ein Ueberschuss von Chlor auch das Brom freimachen und auchChlorjod erzeugen würde, so wird eine klare Probe der Flüssigkeit öf-ters geprüft, ob sie noch durch Chlor oder schon durch Jodkalium ge-fällt wird. Im ersteren Falle fehlt es noch an Chlor, im letzteren istdavon schon zu viel. Das abgeschiedene Jod wird gesammelt, gewa-schen und über Schichten trockner Asche, welche mit Fliesspapier be-deckt sind, getrocknet. Die Asche selbst bedeckt den Boden einer ver-schliessbaren Kiste, damit das Jod in einem verschlossenen Räumeabtrocknen kann. Das getrocknete Jod wird durch Destillation odervielmehr Sublimation aus Retorten von Steingut gereinigt. Diese Retor-ten (r) stehen zu 6 bis 8 in 2 Reihen nach entgegengesetzten Seiten ineinem ganz mit Sand gefüllten gusseisernen KesselCk), welcher durch eine unterhalb angebrachte Feue-rung (i) geheizt wird. In den Hälsen der Retortenkann sich kein Jod ansetzen und diese verstopfen,indem sie von Sand umgeben sind und durch die-sen heiss gehalten werden Dicht vor dem Sand-bade mündet der Hals der Retorte in die Vorlage (t>)Diese ist mit einem beweglichen Deckel (d) geschlos-sen und hat einen doppelten Boden, von welchen der obere durchlö-chert ist, um das sich verdichtende Wasser abfliessen zu lassen. EinSeitentubulus enthält ein offnes Rohr (t) für die fortzuleitenden Wasser,dämpfe. Diese Vorlagen dienen zu mehreren Destillationen, ehe man sieausleert. Die Mutterlauge, aus welcher das Jod durch Chlor gefällt ist,wird in einem Bleigefäss zur Trockne eingedampft, dann mit Braunsteinund Schwefelsäure erhitzt und der austretende Bromdampf unter Was-ser oder konc. Schwefelsäure aufgefangen und verdichtet. Die Salzpro-