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8 Unz. Sennesblätter mit 70 bis 80 Unz. Wasser, dampft dieKolatur im Wasserbade bis auf die Hälfte ein und löst darin8 Unz. Tartar. natronat. und 12 Unz. Manna. Einen Tag überlässt man absetzen, dekantirt und kolirt dann und dampft dieklare dunkelbraune Lösung im Wasserbade bis auf 23 bis 24Unz. ein. Erkaltet bat das Inspissat Extraktform, so dass essieb in porcellanenen Gefassen sehr lange obne Veränderungaufbewabren lässt. 2J Dracbm. davon in 5] Dracbm. Wassergelöst geben 1 Unz. des Infus. Senn. comp. PA. Bor. — Wirddas In/usum aus 6 Unz. Sennesblätter, 3 Unz. Tartar. natronat.und 9 Unz. Manna bis auf 14 Unz. eingedickt, so erhält manein Inspissat, von welchem 2 Drachm. in 6 Drachm. Wassergelöst 1 Unz. Infus. Senn. comp. Ph. Hamb. ausgeben. — Aufähnliche Weise lassen sich auch von den anderen Laxirtränken,welche keinen Koriandersamen enthalten, Inspissate bereiten.
Joduin.
J; Jodium, Jodina; Jode; Jodine; Jod.
PJl, Bor. Es sind schwarze glänzende schwere, einen Chlor-gertich verbreitende Schüppchen, welche erwärmt in Gestalleines violetten Dampfes sich völlig verflüchtigen, in Wasserkaum, in 10 TA. höchstreklif. Weingeist aber löslich sind undStärkemehl blau färben. Es wird in chemischen Fabrikenaus verschiedenen Fucus-Arten, besonders der haminariabereitet. Ist vorsichtig aufzubewahren.
Pii. Hamb., aaaiui. Sax., 81. Hol«.
Das Jod wurde 1811 von Courtois, einem Sodafabrikantenin Paris, entdeckt. Die chemische Natur des Jods wurde vonH. Davy und Gay-Lussar, dargethan. Es ist in der organi-schen und anorganischen Natur ausserordentlich verbreitet. Mantrifit es jedoch immer nur in geringen Quantitäten an, gewöhn-lich in Verbindung mit metallischen Grundlagen der Alkalienund alkalischen Erden, im Meerwasser, in Seepflanzen {Fucus-und Ulta- Arten), Seethieren (Badeschwamm, Tintenfisch etc.),in manchem Steinsalz, in Salzsoolen, vielen Mineralquellen, auchin einem Mexikanischen Silbererze. Viele Süsswasserpflanzenunserer Gegenden zeigen oft Spuren eines Jodgehalts.
Der Verbrauch des Jods zu medicinischen und technischen Zwecken istausserordentlich gross und hat eine grosse Produktion desselben hervor-gerufen. Die bedeutendsten Jodfabriken hat Grossbritannien. In be-trächtlichen Massen wird es aus den Mutlerlaugen, welche man beim