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Auf dem Wasser muss er schwimmen und sich in demselbenvöllig zertheilen lassen, ohne einen sandigen oder erdigen Bo-densatz zu geben. Beim Verbrennen darf er nur sehr wenig(gegen 8 bis 10 Proc.) und eine weiche Asche hinterlassen,worin beigemischte Erde oder Eisensenoxyd enthalten ist. Beimraschen Erhitzen muss er einen purpurfarbenen Dampf entwik-keln, auch muss er sich in rauchender Schwefelsäure vollständigmit dunkelblauer Farbe lösen. Ganze Indigostücke sind vor-zuziehen. Er zieht auf feuchtem Lager bis zu 15 Proc. Feuch-tigkeit an. Trocken giebt er nur bis zu 6 Proc. Feuchtigkeitaus. Je härter im Bruch, je schwerer an Gewicht und je mat-ter im Strich, um so geringer ist die Qualität. Der Indigowird in der Medicin als Antispasmodikum, besonders gegenEpilepsie in Form von Pillen, Bissen oder Latwergen ange-wendet, daher in Pulverform vorräthig gehalten.
Um den Farbewerth des Indigos zu prüfen löst man (nachPenny) 10 Gran Indigopulver in einer halben Unz. rauchen-der Schwefelsäure. Die Lösung wird mit 20 Unz. warmem Was-ser vermischt und dann mit 10 Drchm. reiner Chlorwasserstoff-säure versetzt. Zu dieser Mischung setzt man nun so langevon einer Lösung aus 1\ Gran reinem 2fachchromsauren Kaliin 100 Drachin. Wasser, bis die Indigolösung eine hellbrauneFarbe zeigt. Soviel Drachmen der Salzlösung hierzu verbrauchtwerden, soviel Proc. Farbestoff enthält der Indigo. Der besteIndigo enthält G0 bis 70 Proc.
Der Indigo des Handels ist immer ein Gemisch verschiedener Stoffe,wie lndigblau, Indigbraun, Indigroth, Indigleim, Harz, Kalkerde, Magne-sia, Kieselerde, Eisenoxyd. Chevreul fand im Guatimala-lndigo 45 Proc.lndigblau.
Das lndigblau, lndigotin, C 16 H 5 N0 2 , wird aus dem Indigweiss,durch Sublimation des Indigs etc. dargestellt. Es ist neutral, geruch-und geschmacklos, hat eine ins Purpurrothe ziehende Farbe, Kupfer-glanz und giebt ein blaues Pulver. In Weingeist, ätherischen und fet-ten Oelen ist es wenig, in Wasser gar nicht löslich. Vorsichtig erhitztbildet es bei 290° einen purpurrothen Dampf, welcher sich zu glänzen-den purpurrothen Blättchen kondensirt. Verdünnte Säuren und Alkalienverändern es nicht. Chlor, Salpetersäure, Chromsäure, konc. Aetzlau-gen zersetzen und entfärben es
Das Indigweiss oder Chromogen des Indigos findet sich in denfrischen Indigopflanzen. Man stellt es durch Desoxydation des Indig-blaus dar, wenn dieses nämlich mit reducirenden Körpern, z. B. Stärke-zucker, Eisenvitriol, unter Mithülfe von Alkalien, wie Kali, Kalk, behan-delt wird. Es bilden sich hierbei lösliche Verbindungen des Indigweis-ses mit den Alkalien, aus welchen das Indigweiss durch Säuren in Form
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