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2 (1857)
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und in konc. Schwefelsäure mit blauer Farbe löslich ist.Der Indigo von Guatimala ist der beste.Pll. Hl. Hols. Indigo puherafum.

Intligofera tinctoria Linn. Indigopflanze.

Synon. Indigofera Indica. Lamb.

I iiclijjolei-st Auil, argentea, »lisperm» Linn.

Leguminosae Juss. Trib. Papilionaceae. Sect. Galegae.Diadelphia Decandria.

Diese Gewächse und noch viele andere derselben Gattung werdenin Ostindien, Afrika, Westindien, Brasilien in besondern Pflanzungen kul-tivirt und zur Indigofabrikation verbraucht. Die jungen blühenden Pflan-zen werden in lauwarmes Wasser gebracht und der Gährung überlassen,wobei eine reichliche Entvvickelung von Kohlensäure und Wasserstoffstattfindet, oder die Pflanzen werden bald mit heissem Wasser ausgezo-gen. Die abgesonderten Brühen bringt man nun durch lebhaftes Um-rühren mit der Luft in vielfältige Berührung und unterstützt die Abschei-dung des sich dabei bildenden Farbestoffs durch Zusatz von Kalkwasser.Durch den Sauerstoff der Luft wird hierbei aus dem Indigchromogen(vergl. Th. I. S 131) ein blauer Farbestoff, das Indigoblau, erzeugt. Derblaue Bodensatz wird gesammelt, abgewaschen, getrocknet und in denHandel gebracht. Auch viele andere und selbst bei uns einheimischePflanzen, wie Nerium tinctorium, Isalis tincloria ^Färberwaid), CichoriumJntibus, l'olygonum tinctorium, einige Galcga-Arlen , etc. liefern Indigo,nur ist die Ausbeute zu gering, um die Indigodarstellung aus ihnenmit Yortheil betreiben zu können.

Es giebt eine grosse Menge verschiedener Indigosorten.Man schichtet sie in Ostindische und AmerikanischeWaare. Die besseren Sorten der ersteren sind Bengal- undJava-Indigo, die weniger guten sind Madras-, Manilla-,Bombay-, Agra-, Coromandel-, Egyptischer Indigo. Von derAmerikanischen Waare ist der Guatimala-In digo (welcherleichter als Wasser ist) sehr geschätzt. Im Werthe folgt dannCarracas-Indigo. Carolina-Indigo ist eine sehr schlechteSorte. Diese benannten Waaren werden je nach ihrem Farben-ton und Güte wieder verschieden sortirt. Plattindig ist einin Holland aus Indigostaub und anderen Zusätzen dargestell-tes Produkt. Substanzen, mit welchen man Indigo verfälscht,sind: Asche, Sand, Erde, Pflanzenschleime, Stärke,, Russ, Harze,Berlinerblau, Wasser.

Die Reinheit des Indigos erkennt man an der schönenschwarzblauen, ins Violette ziehenden Farbe, an seiner Leichtig-keit und seiner Reinheit im Bruch. Mit dem Nagel gerieben mnsser einen feurigen kupferfarbenen und hellen Glanz annehmen.