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von weissen Flocken oder Krystallschüppchen ausgefällt wird. Es istein Bestandteil der Indigküpe der Färber, welche aus einer in der Wärmebehandelten Mischung aus 3 Th. Indigo, 6 Th. Aetzkalk, 4 Th Eisenvi-triol und 4 bis 500 Th. Wasser besteht. Das Indigweiss ist geruch- undgeschmacklos, neutral, in Weingeist und Aether schwer, in Wasser garnicht löslich, giebt mit den Alkalien lösliche gelbe Verbindungen, ziehtin diesen, so wie im unverbundnen Zustande schnell Sauerstoff an undwird unter Wasserbildung wieder zu Indigblau. Wird seine Lösung mit or-ganischer Faser zusammengebracht und der Luft ausgesetzt, so ver-einigt sich das neugebildete Indigblau innig mit der Faser. Dumas be-trachtet es als ein Hydrür des Indigblaus = C ,s H 5 N0 2 -f-H. Nach Lie-hig ist es desoxydirtes aber im Hydratzustande befindliches Indigblau—C' 6 H 5 N-f O-fHO.
Der Indigleim lässt sich durch schwache Säuren aus dem Indigoausziehen. Er ist dem Pflanzenleim (Gliadin) verwandt, klebt aber nichtund ist auflöslich in Wasser. Das Indigbraun wird gewonnen, wennder mit verdünnten Säuren erschöpfte Indigo mit konc Kalilauge extra-hirt und die Lösung mit Säure gefällt wird. Es ist stickstoffhaltig, ge-schmacklos und sättigt die Alkalien. Das Indigroth ist harzähnlich.Man gewinnt es aus dem Indigo nach Entfernung des Indigleims undIndigbrauns durch Auskochen mit Weingeist. Indiggelb ist ein Zer-setzungsprodukt des Indigs unter Einfluss von Alkali.
Indigsch wefelsäure entsteht durch Einwirkung konc. Schwe-felsäure auf Indigblau. Wenn die Auflösung des Indigos in konc. Schwe-felsäure mit Wasser verdünnt wird, so wird Purpurschwefelsäure (Phö-nicinschwefels.), C 32 H'°N 2 0 4 -|-2S0 3 , gefällt und Cörulinschwefelsäure,C 16 H 4 N0 2 i-S 2 0 5 +HO, bleibt gelöst. Letztere zeichnet sich durch ihre Lös-lichkeit in verdünnter Schwefelsäure, erstere durch ihre Unlöslichkeit inderselben aus. Diese Säuren bilden mit Basen Salze. Indigkarminist cörulinschwefelsaures Kali oder Natron, bereitet durch Fällen einerLösung von Cörulinschwefels mit kohlens. Alkali. Er ist in Wasser,nicht in Salzlösungen löslich.
Infüsum Clitnae cum Magnesia usta.
Ph. IttUBlll. Eine Unz. höchsfeingepulv. braune China-rinde, zwei Drachm. gebrannte Magnesia und zwölfUnz. destill. Wasser werden gemischt und öfters um-gerührt. Nach 24 Stunden wird filtrirt.
Infusum Ipecacuanhae compositum.
Infusum Ipecacuanhae Ph. Hann.
Pll. IScäiui. Anderthalb Drachm. gröblich gepulv. Bad.Ipecacuanhae, zwei Drachm. Flaved. c. Aurant. und einehalbe Drachm. gereinigter Weinstein werden mitfünf Unz destill. Wasser infundirt und der Kolatur vonvier Unz. eine halbe Unz. Oxymel scUlüic. zugemischt.