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2 (1857)
Entstehung
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120
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reissbar, auf der Überfläche meist glatt, ohne Geruch und vonsehr schwachem faden Geschmacke. Eine gute Sorte in Blät-tern ist leicht, sehr dünn und zeigt gegen das Licht gehalteneinen irisirenden Schimmer. In kaltem Wasser wird sie weich.In Wasser von 40 bis 100° und in warmem verdünnten Wein-geist löst sie sich unter Zurücklassung von wenigen weissenHäutchen, welche getrocknet ungefähr 3 Proc. der Hausenblasebetragen. Mit 40 bis 50 Wasser bildet sie bei gewöhnlicherTemperatur eine Gallerte, welche beim Erwärmen flüssig wird.Die Ungarische Sorte ist weit dicker, stärker, runzlich rau-her, weniger durchscheinend, vielmehr schmutzig trübe undgelblich braun. Die heissen Auflösungen derselben haben einenthranartigen Geruch. Sie hinterlässt beim Auflösen 30 bis 60Proc. häutiges Gewebe. Sie wird aus den Gedärmen und deroberen Schwimmblasenhaut von Acipenser- und anderen Artenbereitet. Diese Sorte und auch Hausenblase, welche mit Blät-tern aus weissem Deim gemischt oder zusammengerollt in denHandel gebracht wird, ist verwerflich. Hansenblase in tropfen-förmigen, krümlichen und tafelförmigen Stücken haben entwe-der einen geringeren Werth oder sind der Verfälschung mitanderen Leimsubstanzen verdächtig. Die Hausenblase findetin der Technik und Oekonomie eine vielseitige Anwendung.In der Pharmaeie gebraucht man sie zur Bereitung des Engl.Klebpflasters, zur Darstellung von Gelees, Abkochungen etc.

Nach John besteht die gute Hausenblase in Proc aus 70 Thierleirn,16 Osmazom, 2,5 in Wasser nicht löslichem Membran, 4 Kali- und Na-tronsalzen, phosphors. Kalkerde, freier Säure (vielleichtMilchsäure), 7,5Feuchtigkeit. Echte Hausenblase hinterlässt j Proc. Asche, unechteoder gewöhnlicher Leim 3 bis 10 Proc.

Ein vorzüglicher Kitt für Glas und Porcellan wird folgender Maas-sen bereitet: 1 Drchm. gute Hausenblase wird klein geschnitten und inkaltem Wasser erweicht Nachdem das Wasser abgegossen ist, löst mansie nebst 16 Gran Ammoniakgummi unter gelindem Erwärmen in 20Drchm. einer Mischung aus 6 Th. höchstrekt. Weingeist und 14 Th. Was-ser, kolirt durch ein kleines Blechsieb und fügt der Kolatur eine Auflö-sung von 20 Gran Mastix in 3 Drchm. Weingeist hinzu. Zum Gebrauchwird der Kitt durch gelindes Erwärmen flüssig gemacht und mit einemPinsel auf die zu kittenden Bruchflächen getragen.

Indigo.

Indicum, Indigum, Pigmentum Indicum; Indigo; Indigo, Indig.

A*ll. Bor. Eine dichte leichte zerreibliche undurchsichtige blaueMasse, welche mit dem Nagel gerieben kupferfarben glänzt