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Durch Fällung der heissen Quecksilberchloridlösung oderdurch anhaltendes Auswaschen des Präcipitats wird dieses inder Art zerlegt, dass ein Theil desselben unter Aufnahme derBestandteile des Wassers in Chlorammonium und Quecksil-beroxyd zerfällt, von welchen das letztere mit dem unzersetz-ten Theile des Präcipitats eine gelbe Verbindung (HgCl-f-NH 2Hg+2HgO) erzeugt. — 2(HgCl+NH2Hg) und 2HO bildenNIDC1 und HgCl+NH 2 Hg+2HgO.
Die andere und ältere Vorschrift, welche die Ph. Hamb.,Hann. und Sl. Hols. geben, beginnt mit der Darstellung einerLösung aus gleichen Theilen Quecksilberchlorid und Chloram-monium. Diese Lösung wird mit kohlensaurer Natronlösunggefällt. Nach der Theorie sind auf 1 Aeq. Quecksilberchlorid(2X135,5=271) 1 Aeq. Chlorammonium (53,5) und 2 Aeq.kryst. kohlensaures Natron (2X143=286) erforderlich; in derPraxis aber nimmt man auf 8 Unz. Quecksilberchlorid 2 Unz.Chlorammonium und 11^ Unz. krystall. kohlensaures Natron.Die oben gegebene Vorschrift der Ph. Hamb. etc. lässt eineüberflüssige Menge Chlorammonium verbrauchen. Die Lösun-gen müssen rein, klar und kalt sein und die Natronlösung darfnicht im Ueberschuss zugesetzt werden, weil dieser auf denNiederschlag zersetzend einwirken und die oben gedachte gelbeVerbindung erzeugen würde. Sollte dieser Umstand eingetre-ten sein, so setzt man- etwas reine Chlorwasserstofisäure hinzu,rührt einige Male um und versetzt dann so lange mit Aetz-ammonflüssigkeit, bis diese vorwaltet. Die Ausbeute beträgtnach massigem Auswaschen y I6 mehr, als die verwendete MengeQuecksilberchlorid.
Vorgang. Wird eine Lösung des Alembrothsalzes (vergl.S. 82) oder eines Gemisches von Quecksilberchlorid und Chlor-ammonium mit einer Lösung des kohlensauren Natriumoxydsvermischt, so wird durch letztere aus dem ChlorammoniumAmmon frei gemacht, welches die Bildung des weissen Nie-derschlages aus dem Quecksilberchlorid veranlasst. Kohlen-säure entweicht zum grossen Theile und Chlornatrium bil-det sich. Folgendes Schema verdeutlicht den Process.