Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
115
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NaO NH«q HgCl

NH 2 H#

HgCI-fNH'Hg

Aus 2 Aeq. Quecksilberchlorid C2HgCl), 1 Aeq. Chlorammo-nium (NH*CI) und 2 Aeq. kohlens. Natriumoxyd (2NaO + 2C0 2 )entstehen also 2 Aeq. Wasser (2HO), 2 Aeq. Chlornatrium(2NaCl), 1 Aeq. weisser Präcipitat (HgCl,NII 2 Hg) und 2 Aeq.Kohlensäure (2C0 2 ). Ein Ueberschuss an Chlorammonium inder Lösung ist nützlich, weil das etwa in grösserer Mengezugesetzte Natronsalz aus demselben Amnion entwickelt, wel-ches durch seine Gegenwart die zersetzende Einwirkung desNatrons auf den Niederschlag verhindert.

Eigenschaften. Der weisse Präcipitat bildet völligweisse, leicht zerreibliche, dichte, geruchlose Stücke von ekel-haft metallischem Geschmacke. In der Hitze ist er völlig flüch-tig, und nur der durch Natron gefällte Präcipitat lässt einengeringen Rückstand aus Chlornatrium bestehend. Dieser letz-tere Präcipitat schmilzt zuvor zu einer gelblichen Flüssigkeit,ehe er sich verflüchtigt. Der mit Aetzammon gefällte Nieder-schlag dagegen verflüchtigt sich, ohne vorher zu .schmelzen.Ersterer wird daher als schmelzbarer, letzterer als un =schmelzbarer Präcipitat unterschieden. Vom Kalomel un-terscheidet sich der ^ÄHLse Präcipitat dadurch, dass er beimUebergiessen mit Aetzammonflüssigkeit nicht grau wird, son-dern weiss bleibt. Beim Erhitzen und Verflüchtigen zersetzt sich derPräcipitat in Amnion, Stickstoff und Quecksilberchlorid. 3(HgCl,NH 2 Hg)bilden 3Hg 2 Cl und 2NH 3 und N. Chlorwasserstoffsäure und Salpeter-säure lösen ihn leicht. Fixe Alkalien zersetzen ihn, entwickeln darausAmnion und färben ihn gelblich. Dies geschieht auch durch Behandelnmit kochendem Wasser oder anhaltendes Auswaschen. Es bildet sichhierbei die schon oben erwähnte gelbe Amidverbindung, welche Queck-silberoxyd enthält und die Formel: HgCI,NH 2 Hg-)-2HgO hat. Der un-schmelzbare Präcipitat hat die Formel HgCI,NH 2 Hg. Die Formel desschmelzbaren ist noch nicht festgestellt. Sie ist vielleicht: HgCI.NH 2 Hg-f-

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